Der erste Titel ist unter Dach und Fach: Die Jungs um die beiden Kapitäne Niclas Knoop und Alaa Bakir machten mit einem 5:0-Sieg bei Alemannia Aachen die Westdeutsche Meisterschaft perfekt. Der Jubel war groß auf dem Sportplatz Breinig im rheinländischen Stolberg.

Sie haben gestern Abend den Lohn einer grandiosen Saison geerntet. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dieser Titel ist keine Selbstverständlichkeit“, strahlte Sebastian Geppert mit seinen Spielern um die Wette. Bereits drei Runden vor dem Bundesliga-Finale grüßen sie uneinholbar von der Spitze, mit dem fantastischen Torverhältnis von 82:19 und lediglich einer Niederlage. Besser geht es kaum. „Eine optimale Ausbeute“, freute sich Geppert, der in der vergangenen Saison mit der U17 Westdeutscher Vizemeister wurde und im Halbfinale unglücklich an Werder Bremen gescheitert war.

Fünf toll herausgespielte Tore

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In Aachen taten sich die Borussen anfangs schwer, weil die Alemannia mit Mann und Maus ihren Strafraum verteidigte und den Schwarz-Gelben zunächst Zielstrebigkeit wie Pass-Genauigkeit fehlten. Mit dem ersten Gegentreffer (Alaa Bakir, 27. Minute) erlahmte indes der Widerstand der Platzherren, die noch vier weitere sehenswert herausgespielte Tore durch Rafael Camprobin (29.), Youssoufa Moukoko (43.), Rilind Hetemi (43.) und Immanuel Pherai (80.) hinnehmen mussten.

Ab sofort kann Geppert seine Jungs auf die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft vorbereiten und Training wie Einsatzzeiten so steuern, dass sie das erste Halbfinalspiel am 6. Juni in Top-Form bestreiten. Die Entscheidung über den Gegner wird vermutlich am kommenden Donnerstag fallen, wenn sich Bayer Leverkusen und Schalke 04 duellieren.

„Wir werden in den nächsten drei Bundesligaspielen rotieren und die Belastungen verteilen. Die strapaziösen April-Wochen stecken der Mannschaft noch in den Knochen“, sagt Geppert. Nächster Bundesliga-Gegner am 23. Mai ist Arminia Bielefeld, am 27. Mai gastiert Borussia Mönchengladbach in Brackel, und zum Abschluss der Meisterschaftsrunde geht es nach Düsseldorf.

BVB: Schönnenbeck – Camprobin (59. Örs), Lübke (45. Thaqi), Knoop, Göckan – Ferjani (45. Schlüsselburg) - Hetemi (68. Wendt), Pherai – Bakir, Moukoko, Pakia.

(wiwi)