Einsicht soll bekanntlich der erste Schritt zur Besserung sein. Und die Jungs aus Borussias erfolgsverwöhnter U17 haben nach der überraschenden wie ernüchternden 2:4-Niederlage im Westfalenpokal-Finale gegen den VfL Bochum sogar sehr einsichtig auf die Manöverkritik des Trainers reagiert. Sebastian Geppert berichtet: „Jeder hat sich an die eigene Nase gefasst und Selbstkritik geübt.“

Deshalb ist er guter Dinge, dass sich Unbeherrschtheiten und Disziplinlosigkeiten, mit denen sich sein Team letztlich selbst um den Lohn gebracht hat, nicht wiederholen. Die Partie ist umfänglich analysiert und aufgearbeitet worden, die Konzentration gilt jetzt den letzten Herausforderungen in der Bundesliga und speziell dem Nachholspiel am Dienstag (19 Uhr) bei Alemannia Aachen.

Malte Wengerowski und Immanuel Pherai, die gegen Bochum die Rote Karte gesehen hatten, sind lediglich für den Pokal-Wettbewerb gesperrt und stehen wieder im Kader. Geppert kann zudem auch auf Ramzi Ferjani zurückgreifen, nachdem die U17-Nationalmannschaft bei der EM-Endrunde in England schon nach der Gruppenphase die Koffer hatte packen müssen. Der Innenverteidiger gehörte zur Elf, die im letzten Spiel eine happige 1:5-Niederlage gegen Spanien kassiert hat. Damit fehlen Geppert lediglich die verletzten Pascal Thesen und Reda Khadra.

Meisterschaft perfekt machen“

„Wir wollen in Aachen die Westmeisterschaft perfekt machen“, gibt der Trainer als Ziel aus. Im Hinspiel feierte der BVB einen 10:0-Sieg. So wird es Dienstag mit Sicherheit nicht ausgehen. „Wir dürfen uns davon nicht blenden lassen Alemannia ist deutlich stärker geworden und benötigt zum Klassenverbleib noch jeden Punkt. Wir dürfen uns da keine Nachlässigkeiten erlauben“, sagt Geppert.

Nach zwei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge wollen die Jungs eine neue Serie starten und die Saison erst am 17. Juni beenden. Dann findet das Finale um die Deutsche Meisterschaft statt. Sie sollten deshalb schnell in die Erfolgsspur zurückkehren. Schon Dienstag in Aachen.

(wiwi)