Im dritten Anlauf hat es geklappt mit dem Derbysieg: Borussias U17 gewann das Halbfinalspiel im Westfalenpokal beim FC Schalke 04 mit 1:0 und steht damit im Endspiel. Das Tor des Tages erzielte Kapitän Alaa Bakir in der 32. Minute.

Nach zwei Unentschieden in der Bundesliga (4:4, 1:1) feierte der BVB in Ückendorf einen verdienten Sieg in einer intensiv geführten und hart umkämpften Partie mit vielen Unterbrechungen. Die technischen Vorteile lagen auf Seiten der in Pflichtspielen weiterhin unbesiegten Borussia, die es in der zweiten Halbzeit versäumte, den Vorsprung auszubauen und kurz vor dem Abpfiff beinahe noch den Ausgleichstreffer kassiert hätte. Der Schalker Aydin indes schoss den Ball nach feiner Einzelleistung am Pfosten vorbei.

Weil sich beide Mannschaften nichts schenkten und Schiedsrichterin Marina Wozniak Schwerstarbeit zu verrichten hatte, dauert es lange, bis das Derby zu einem Fußballspiel wurde. Ware Pakia verzeichnete die erste Möglichkeit für den BVB (11. Minute), Malte Wengerowski verfehlte das Schalker Tor knapp 26.), doch in der 32. Minute durften die Schwarzgelben jubeln: Alaa Bakir nahm aus 20 Metern Maß und ließ dem guten Schalker Schlussmann Erdem Campolat keine Abwehrchance. Youssoufa Moukoko verpasste fünf Minuten später Treffer Nummer zwei, als er nach einem Solo selbst den Abschluss suchte, statt einen Rückpass auf den besser postierten Ware Pakia zu spielen. Der BVB-Torjäger verzog freistehend.

Youssoufa Moukoko traf die Latte

Auch im zweiten Durchgang kontrollierten die Borussen Ball und Gegner. Aber es war nicht der Tag des Youssoufa Moukoko, der in der Bundesliga die Torschützenliste mit 35 Treffern anführt. Ein Tempo-Dribbling schloss er mit einem Schuss neben das Tor ab (50.), und in der 69. Minute jagte er den Ball an die Querlatte, nachdem vorher noch Campolat gegen Bakir gerettet hatte. Eine weitere dicke Chance vergab Immanuel Pherai, dem Canpolat das Leder vom Fuß schnappte.

„Das war kein fußballerisches Top-Niveau, aber in der dritten Englischen Woche auch nicht anders zu erwarten. Die Jungs haben viel Kraft gelassen, aber verdient gewonnen. Man merkte beiden Mannschaften die Bedeutung des Spiels an“, resümierte ein zufriedener Sebastian Geppert, der Samstag im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln die Westmeisterschaft perfekt machen will.

Das Finale im Westfalenpokal wird am Donnerstag, 10. Mai, in Brackel ausgetragen.

Borussia: Deubel – Terzi, Ferjani, 41. Lübke, Göckan – Hetemi (75. Berisha), Pherai – Pakia (73. Thaqi), Bakir, Wengerowski – Moukoko (73. Camprobin)

(wiwi)