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U17

Trainer

Sebastian Geppert

Mitte September 2016 überschlugen sich für Sebastian Geppert die Ereignisse. Mit dem Wechsel von U19-Erfolgstrainer Hannes Wolf zum Zweitligisten VfB Stuttgart rückte U17-Coach Benjamin Hoffmann eine Altersklasse auf. Und Geppert, bislang Hoffmanns rechte Hand, stand plötzlich bei der U17 als „Chef“ in der Verantwortung. Eine Rolle, die er gerne ausfüllt. Zum einen, weil er sich für Hannes Wolf freut. Zum anderen aber auch, weil er selbst sich reif fühlt, die verantwortungsvolle Aufgabe beim Junioren-Bundesligisten zu übernehmen. „Ich genieße das große Privileg, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben – und das auch noch bei dem Verein, für den immer schon mein Herz schlägt“, sagt er.

Sebastian Geppert kommt, wenn man so will, „mitten aussem Pott“. Geboren und aufgewachsen in Wanne-Eickel, von der U15 bis zur U17 unter Eddy Boekamp beim BVB gespielt, dann zur SG Wattenscheid 09 gewechselt – mit dem Traum von einer Profilaufbahn im Hinterkopf. Nach einer schweren Knieverletzung im Alter von 20 Jahren war dem Stürmer aber früh klar, dass es mit der ganz großen Karriere wohl nichts wird. Geppert spielte noch einige Jahre im Amateurbereich, u.a. wieder in Wanne-Eickel und beim ASC 09, konzentrierte sich aber zunehmend auf sein Studium der Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, Schwerpunkt Diagnostik und Training, das er mit dem Master abschloss. Er verfügt über die Trainer-A-Lizenz.

Im Juli 2013 kam er dann als Co-Trainer der damals neu gegründeten U16 zu Borussia Dortmund. Beim BVB war er seither u.a. auch für das Talent-Scouting sowie für die Gegner-Beobachtung und
-Analyse für die Profi-Mannschaft zuständig. Fußball ist bei Sebastian Geppert Lebensmittelpunkt.

Was ihm in der Trainingsarbeit wichtig ist: „Dass die Jungs hart arbeiten. Ich möchte ihnen vermitteln, dass sie hier beim BVB eine Riesenchance haben und ihnen sagen: Nutzt die Zeit, verschwendet keine einzige Trainingseinheit!“ Wie nah man schon in der U17 dran ist am Profigeschäft, zeigen ganz aktuell Felix Passlack und Christian Pulisic, die im Alter von 17 Jahren ihr Bundesliga-Debüt gefeiert haben.

Gepperts Idealvorstellung von modernem Fußball hat viel mit Dominanz zu tun. Eine von ihm trainierte Mannschaft sollte „den Ball haben wollen, weil sie über die Qualität, das Selbstvertrauen und den Mut verfügt, ihr Spiel durchzusetzen“. Als Trainer gibt er gewissermaßen den taktischen Rahmen vor und schafft eine Struktur, die den Spielern ausreichend Freiräume lässt, um ihre eigene Kreativität einzubringen. Einen „ausgewogenen Mix aus Vorgaben und Freiheiten“ nennt er das. Hinzu kommen viele wichtige Aspekte neben dem Trainingsplatz: Leistungsdiagnostik, Athletiktraining, die richtige Ernährung, ausreichend Schlaf, ein Rhythmus, der unter Berücksichtigung schulischer Belange auf Training und Spiele ausgerichtet ist. „Das alles ist im U17-Bereich sehr komplex, weil wir im Übergang zum Profibereich arbeiten“, sagt er. „Aber im Grunde müssen die Spieler, die aus der U17 in die U19 wechseln, dann auch sehr bald in der Lage sein, bei Thomas Tuchel mit zu trainieren und vielleicht auch mal in einem Testspiel eingesetzt zu werden."

Co-Trainer: Eren Yilmaz - Torwarttrainer. Michael Strzys - Betreuer: Christian Heimann

Trainerteam