„Die Jungs wissen, was von ihnen gefordert wird.“ Benjamin Hoffmann hat den Auftrag an seine Spieler unmissverständlich formuliert: Ausrutscher gegen vermeintlich schwächere Mannschaften, die unsere U19 in der Hinrunde einige Punkte gekostet hat, sind künftig verboten,

So auch am Sonntag zum Bundesliga-Wiederbeginn gegen Arminia Bielefeld (Anstoß 11 Uhr, Kunstrasenplatz im NLZ Brackel). An der großen Zielsetzung hat sich nichts geändert, der BVB will und soll sich zum dritten Male in Folge für die Endrunde zur Deutschen A-Junioren-Meisterschaft qualifizieren. Das Potenzial dazu hat die Mannschaft – und das sowohl in den Top-Spielen als auch in den letzten Partien des Jahres 2017 bewiesen.

Hoffmann bekräftigt: „Der Weg dahin führt in erster Linie über Gegner, gegen die wir Punkte haben liegen lassen.“ Wie in Paderborn (das 2:2 haben sie mittlerweile im Rückspiel mit einem 5:1-Sieg korrigiert), Klosterhardt (3:3) Düsseldorf (1:2) oder gegen Preußen Münster (1:1). Die Sinne sollten demnach geschärft sein und keiner den Drittletzten der Tabelle auf die leichte Schulter nehmen.

Unbehaun im Training verletzt

Die Mannschaft hat die mahnenden Worte des Trainer-Teams offenbar verstanden. Denn in der Vorbereitung und der letzten Trainingswoche hinterließ sie einen durchweg guten, engagierten und konzentrierten Eindruck. Benjamin Hoffmann steht trotz einiger Verletzungsprobleme gegen Bielefeld ein immer noch gut besetzter Kader zur Verfügung. Es fehlen Torhüter Luca Unbehaun, der sich im Training eine Sprunggelenkverletzung zugezogen hat, aber nach Möglichkeit trotzdem mit der U17-Nationalmannschaft zum Algarve-Cup nach Portugal fliegen soll, sein ebenfalls noch nicht genesener Stellvertreter Jonas Hupe sowie Florian Rausch (Muskelfaserriss) und der lädierte Alex Schulte. Hoffnung besteht auf den Einsatz von Niki Beste, der wegen eines grippalen Infekts eine Trainingspause einlegen musste. David Kopacz, der lange hatte aussetzen müssen und den Hoffmann behutsam aufbaut, winkt erstmals wieder ein Platz auf der Bank.

Sergio Gomez kommt Sonntag

Sergio Gomez steht noch nicht zur Verfügung. Das 17-jährige Ausnahmetalent, das der BVB in dieser Woche vom FC Barcelona verpflichtet hat, stellt sich Sonntag bei den Profis vor. Danach wird gemeinsam mit Cheftrainer Peter Stöger und Michael Zorc entschieden, wann Gomez bei der U19 trainiert und spielt. Hoffmanns perfekt spanisch sprechender Co-Trainer Daniel Rios, der bereits die Gespräche mit Gomez und dessen Eltern begleitet hat, wird den Integrationsprozess des Hochbegabten aus der berühmten Fußball-Schule La Masia mitgestalten.

Aber der Fokus ist zunächst ganz auf das Punktspiel gegen Arminia Bielefeld gerichtet, das mit dem vierten Sieg in Serie enden soll.

Wilfried Wittke