Benjamin Hoffmann hat vor dem nächsten Gegner mächtig Respekt. „Das ist ein anderes Kaliber als Arminia Bielefeld“, warnt er seine Jungs vor dem Bundesliga-Spiel am Sonntag (Anstoß 11 Uhr) bei RW Oberhausen.

Zwar belegt das Team vom Niederrhein nur den achten Tabellenplatz, aber vom Vierten, dem MSV Duisburg, trennen ihn gerade mal zwei Punkte. Dazu kassierte RWO lediglich 21 Gegentreffer, allein vier davon im Hinspiel, das der BVB mit 4:1 für sich entschieden hatte. „Der glücklichste Sieg, den ich in den letzten Jahren von unserer U19 gesehen habe, total unverdient“, hatte Nachwuchskoordinator Lars Ricken damals das Ergebnis kommentiert – und den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn die „Kleeblätter“ waren die dominierende Mannschaft, die indes eine Vielzahl klarer Chancen vergab.

Das haben die Schwarz-Gelben, die vier Standards zu vier Toren nutzten, nicht vergessen. „Wir wollen auch in Oberhausen effektiv und ähnlich wie gegen Bielefeld bei den zweiten Bällen wachsam sein“, bemerkt Hoffmann. Denn einen Schönheitspreis gibt es im Niederrheinstadion nicht zu gewinnen. Er bereitet sein Team auf einen Gegner vor, der „ähnlich agieren wird wie St. Pauli oder Bröndby IF in den Testspielen“, also zweikampfbetont, leidenschaftlich und zielstrebig. Hoffmann: „Das wird ein echter Gradmesser.“

David Kopacz kehrt zurück

Nach einer guten Trainingswoche („Die Jungs waren fokussiert und hatten viel Spaß am Fußballspiel“) steht ihm ein schlagkräftiger Kader zur Verfügung. David Kopacz hat mittlerweile alle Rückstände aufgeholt und gilt als Kandidat für die Anfangsformation. Robin Kehr könnte, obwohl er gerade erst seinen grippalen Infekt auskuriert hat, wieder zum Kader gehören. Noch keine Optionen sind Zweit-Torwart Jonas Hupe, Rechtsverteidiger Alex Schulte und Constantin Fath. Luca Unbehaun, Torhüter Nummer eins, steht nicht zur Verfügung, weil er mit der DFB-Auswahl U17 ein Turnier in Portugal spielt.

Kurzfristig wird sich entscheiden, ob Sergio Gomez sein Debüt im schwarz-gelben Dress gibt. Die Tendenz geht eher dahin, dass sich seine Bundesliga-Premiere um eine Woche verschiebt, weil der hochbegabte Spanier bisher ausschließlich bei den Profis trainiert hat. Ihn ins kalte Wasser zu werfen, würde in der Tat wenig Sinn machen.

(wiwi)