Der überzeugende 6:2-Sieg in Oberhausen ist abgehakt und aufgearbeitet. Nach dem freien Dienstag richtet sich der Blick nach vorne auf das Heimspiel gegen Fortuna Köln (Sonntag, 11 Uhr, NLZ Brackel).

„Die Jungs haben in den letzten Wochen den richtigen Schritt vollzogen und einen anderen Weg eingeschlagen. Die Lust aufs Gewinnen ist wieder größer als die Angst vor dem Verlieren“, freut sich Trainer Benjamin Hoffmann über neue Qualität und Mentalität der Mannschaft, die auf den zweiten Tabellenplatz geklettert ist und diese Position gegen das Schlusslicht festigen will.

Die Personalien vor dem 18. Spieltag:

Sergio Gomez. In den nächsten Tagen wird die die Spielgenehmigung für den Spanier erwartet. Der 17-Jährige hat am vergangenen Wochenende erstmals mit der U19 trainiert, um die Mannschaft kennen zu lernen. Bekanntlich soll er bis Ende der Saison in diesem Team Spielpraxis sammeln und es im Offensivbereich verstärken. „Ein im Umgang höchst angenehmer Bursche und ein richtig guter Fußballer“, beschreibt Benjamin Hoffmann seine ersten (positiven) Eindrücke. Die Kommunikationsprobleme versuchen, Co-Trainer Daniel Rios und Mitspieler Enrique Pena Zauner zu koordinieren.

Kopacz wieder Außenverteidiger

Luca Unbehaun. Der 17-Jährige bestritt bei der 0:2-Niederlage gegen Portugal im Rahmen des Algarve-Cup sein zweites Spiel für die deutsche Nationalmannschaft U17. „Er soll nach seiner Rückkehr zunächst regenerieren, und dann schauen wir weiter“, sagt Hoffmann und betont: „Wir werden keinen bestrafen, der mit dem DFB unterwegs war.“ Sein Vertreter Luc Hawryluk indes hat seine Sache in den Partien gegen Bielefeld (3:2) und Oberhausen gut gemacht. Unbehaun wird von DFB-Trainer Michael Prus wohl auch für das EM-Qualifikationsturnier in Griechenland 21. bis 27. März) eingeladen.

David Kopacz. Wie schon in einigen Spielen der Hinrunde, kam der polnische U21-Nationalspieler in Oberhausen als rechter Außenverteidiger zum Einsatz. „Offensiv war das richtig stark, im Defensivverhalten kann und wird er sich noch verbessern“, urteilt Benjamin Hoffmann.

Kilian mit sechstem Saisontor

Luca Kilian. Der Innenverteidiger bleibt torgefährlichster Abwehrspieler der Bundesliga. In Oberhausen erzielte er Saisontreffer Nummer sechs und belegt damit Rang 13 in der Torjägerliste. Seinen Platz als Nummer zwei hat Emre Aydinel mit seinen Saisontoren 13 und 14 gefestigt. Die Liste wird angeführt von Justin Steinkötter (15), der in der Winterpause von Preußen Münster zu Borussia Mönchengladbach gewechselt ist.

Robin Kehr. Seinen Wert für das Team unterstrich der leider sehr häufig verletzte Angreifer in Oberhausen mit seiner Einwechslung in der 70. Minute. Er bereitete den fünften Treffer durch David Kopacz vor und setzte mit dem Tor zum 6:2 den Schlusspunkt. Kehr erhielt in dieser Partie einen Schlag auf die Achillessehne und setzte danach vorsorglich zwei Tage mit dem Training aus. Sein Einsatz gegen Fortuna Köln soll nicht gefährdet sein.

Yassin Ibrahim. In der Herbstrunde gehörte der Offensiv-Spezialist zum Stammpersonal, zuletzt fand er allerdings nicht einmal mehr im Kader Berücksichtigung. „Er verliert im Moment zu viele Bälle im Zweikampf, hat nicht die Durchschlagskraft und muss an hart sich arbeiten, um wieder auf sein früheres Level zu kommen“, begründet Benjamin Hoffmann die „Denkpause“ und ergänzt: „Ich hoffe, dass Yassin es versteht und im Training eine entsprechende Reaktion zeigt.“

Wilfried Wittke