Am vergangenen Wochenende reiste die U12 zu einem kulturellen Austausch nach Bath (UK) in die Heimat von Chef-Trainer Tim Kirk. 

Die 90.000-Einwohner-Stadt Bath liegt in Südengland, knapp 200 Kilometer westlich von London, gut 20 Kilometer östlich von Bristol und ist berühmt für seine Thermalquellen sowie die alten römischen Bäder, wodurch die Stadt als UNESCO Weltkulturerbe eingestuft wurde. Bei dieser Reise ging es jedoch um mehr als den internationalen Leistungsvergleich mit englischen Teams. Vielmehr wurden im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung als Ziele die Förderung und Forderung von Verantwortung, Entwicklung von Fremdsprachenkompetenz (insbesondere den Mut, Englisch zu sprechen), mit hoher Intensität zu spielen und Gute Manieren zu zeigen, formuliert.

Am Freitag trat die U12 noch am Abend in einem Leistungsvergleich gegen den Reading FC im Format 5 vs 5 in einer Kunstrasenhalle an. Im Anschluss an die Spiele setzte die Mannschaft ihre Reise nach Bath fort. Hier holten Gastfamilien die Spieler ab. Durch das Übernachten in den Gastfamilien lernten die Jungen das Leben der englischen Kinder kennen und hatten die Möglichkeit ihre Englischkenntnisse in alltäglichen Situationen anzuwenden.

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Am zweiten Tag besuchte das Team die Monkton Prep School. Nach einer Tour durch die Schule versammelten sie sich gemeinsam mit den englischen Schülern in einem Klassenraum. Zunächst hielten zwei Gruppen bestehend aus jeweils drei englischen Schülern und Schülerinnen Vorträge über das Sportprogramm der Monkton Prep School. Im Anschluss daran referierten Maurice Oster, Gökdeniz Gürpüz und Kjell Wätjen auf Englisch über Borussia Dortmund und das Leben als Nachwuchsspieler des BVB. Nach kurzer Fragerunde ging es in die gemeinsame Pause. Es zeigte sich schnell, dass durch Sport schnell Berührungsängste abgebaut werden können. So war nach wenigen Minuten zu beobachten, dass sich beide Gruppen vermischten und in Kleingruppen Fußball spielten. Um 11.15 Uhr begann die nächste Unterrichtseinheit. Es wurden drei Gruppen gebildet. Die erste Gruppe hatte die Aufgabe den englischen Schülern Deutsch beizubringen. Die zweite Gruppe hat gemeinsam mit den englischen Kindern ein Kunstprojekt umgesetzt und die dritte Gruppe sollte einen Ausschnitt eines Fußballspiels kommentieren. Alle drei Aufgaben konnten nur im intensiven Austausch mit den englischen Schülern gelöst werden, was den Jungs aber wirklich sehr gut gelang. Anschließend ging es zum gemeinsamen Lunch in der Schul-Mensa. Um 13 Uhr fand dann ein weiteres Highlight des Tages statt. Gemeinsam mit der Rugby-Mannschaft der Schule wurde eine Rugby-Session durchgeführt. Im Anschluss daran bedankte sich Benjamin Sim, Director of Sport der Monkton Prep School, mit sehr herzlichen Worten: “Thanks so much for coming to spend the day at Monkton Prep School. We loved having you in our classrooms, playing at break with you, and teaching you Rugby! You are a credit to your coaches, your club and your parents and your manners were impeccable.”

Der Sonntag war geprägt von dem in der Nacht einsetzenden Schneefall. Dies führte dazu, dass der geplante Leistungsvergleich mit dem FC Southampton und den "BWB-Boys" ausfallen musste. Stattdessen wurde ein Turnier gemeinsam mit den "BWB-Boys" in gemischten Mannschaften gespielt. Am Nachmittag war dann noch genügend Zeit um das verschneite Bath inklusive seiner Thermalquellen zu erkunden. Am Montag endete die Reise mit der Verabschiedung von den Gastfamilien.

Nach der Reise zog Tim Kirk ein äußerst positives Resümee:

„Wir sind sehr stolz auf unsere Jungs. Nur wenn man sich als Erwachsener in ihre Lage versetzt, realisiert man wie mutig sie waren und wie gut sie die Herausforderungen angenommen haben und sich den neuen und eigenartigen Dingen gestellt haben. Eine Präsentation in einer fremden Sprache, einer ungewohnten Umgebung, vor unbekannten Menschen und den Mitspielern zu halten ist eine Leistung die wir nicht unterschätzen sollten. Des Weiteren haben die Jungs mit den Gastfamilien interagiert und unseren Verein in der Öffentlichkeit sehr gut repräsentiert. Dies ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die sie in dem letzten Jahr viel über Verantwortung, Manieren und Etiquette gelernt haben. 

Sie waren sehr offen eine neue Sportart auszuprobieren und ihr Beitrag im Unterricht in der Schule war einfach nur fantastisch - die Lehrer waren total begeistert von den Jungs. Ich war auch sehr beeindruckt. Ich muss sagen, wie die Jungs den Deutsch Unterricht gestaltet haben war einfach großartig. Sie haben Geduld und Intellekt bewiesen während sie den Englischen Kindern geholfen haben - sie haben es geschafft den Kindern mehr beizubringen als es die Lehrerin geschafft hätte, da bin ich mir sicher. Auch die Jungs im Kunst und Englisch Unterricht haben sich super engagiert und sowohl Schüler als auch Lehrer mit ihrem Einsatz sehr beeindruckt.“