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U14

Trainer

Karsten Gorges

Sein Hobby machte er zum Beruf, der Beruf wurde zur Berufung. „Es ist etwas Schönes, die Entwicklung der Jungs zu beobachten und zu begleiten,“ sagt Karsten Gorges, der in der Saison 2019/20 im Zuge der üblichen Trainer-Rotation die U14 betreut, nachdem er im vergangenen Jahr die U16 zur überraschenden Staffelmeisterschaft in der U17 Westfalenliga geführt hat. Dieses Team bildet jetzt den Großteil des aktuellen U17-Kaders. . 

Alles begann bei der TSG Sprockhövel. Der gebürtige Flensburger, der sein Studium in Bochum und Heidelberg (Schwerpunkte Trainingswissenschaft, Sport und Bewegung im Kinder- und Jugendalter) mit Bachelor und Master erfolgreich abgeschlossen hat, betreute die U11, entwickelte Talente und fand schnell Spaß an dieser reizvollen Aufgabe. Es folgten Stationen beim SV Sandhausen und der TSG Hoffenheim, wo er ein Jahr als Videoanalyst für die U16 arbeitete, dazwischen ein Praktikum u. a. in der Fußballschule des Hamburger SV, dann der Wechsel zum VfL Bochum, bei dem Jens Rasiejewski, Gorges' Kollege in Hoffenheim, die sportliche Leitung des Nachwuchs-Leistungszentrums übernommen hatte.

Seine erfolgreiche Tätigkeit in der U13 und U14 ließ den BVB auf den jungen Mann aufmerksam werden. 2017 holten ihn Lars Ricken und Eddy Boekamp ins Nachwuchs-Leistungszentrum nach Brackel. „Hier ist natürlich alles viel größer und komplexer. Aber auch bei Borussia steht das Familiäre ganz oben,“ berichtet er über eine höchst angenehme Arbeitsatmosphäre. Mit der ihm zunächst anvertrauten U15 startete er gleich spektakulär durch zur Westdeutschen Meisterschaft.

„Die Entwicklung des Einzelnen, der Prozess des stetigen Lernens steht über allem“, sagt Karsten Gorges, „und das funktioniert am besten in einer homogenen Mannschaft.“ Andererseits bedauert er, dass den Talenten kaum Freiräume bleiben, „um für sich selbst etwas ohne Druck zu tun, weil ihr Tag durchgeplant ist mit Schule, Hausaufgaben, Fahrten zum Training und zurück.“ Das „eigentliche Spielen ohne Druck“, das „nicht angeleitete Training auf Bolzplätzen“, moniert er, komme zu kurz. Er erläutert: „Da dürften und könnten die Jungs Fehler machen, müssten nach verlorenen Eins-zu-eins-Situationen nicht befürchten, vom Trainer aufgefordert zu werden, sofort nach hinten zu arbeiten und den Ball zurückzuerobern.“ Karsten Gorges schmunzelt: „Wir Trainer nehmen uns manchmal auch zu wichtig.“ 

Nach dem so erfolgreichen Abstecher in der U17 Westfalenliga geht es nun wieder zurück zu den Wurzeln, in die U14. Hier erwarten ihn ganz andere, aber total spannende Aufgaben: Gorges muss Talente sichten, fordern, fördern - und er wird sie vermutlich bis in die U16 begleiten. Über drei Jahre. „Du hast 1 080 Tage Zeit zu planen und etwas zu entwickeln. Man wird Experte für diese Jahrgänge. Eine wunderbare Herausforderung“, sagt Karsten Gorges.
Wilfried Wittke

Co-Trainer: Oliver Triestram - Torwarttrainer: Alexander Kuschmann - Betreuer: Wolfgang Köhler

Trainerteam