Das letzte Spiel liegt beinahe fünf Monate zurück. Damals, Ende Oktober, gewann die U16 einen Test gegen den VfL Wolfsburg mit 3:0. Erst seit ein paar Tagen dürfen die Jungs wieder gemeinsam trainieren. „Wir alle sind froh, wieder auf dem Platz stehen zu können“, sagt Tim Seidel, der schon vor der Corona-Pause die Trainingsleitung des Teams übernommen hatte.

Als die Saison in der U17-Westfalenliga unterbrochen wurde, belegte der BVB einen Mittelfeldplatz. „Es ist normal, dass in dieser Jahrgangsstufe die Hinrunde nicht so erfolgreich verläuft wie die zweite Saisonhälfte, schon wegen der im Vergleich zu den U17-Mannschaften physischen Nachteile unserer Spieler. Aber ganz allgemein waren wir mit der Mannschaft zufrieden, auch mit der individuellen Entwicklung“, versichert Tim Seidel. Das Trainer-Team hatte mit dem Großteil der U15-Spieler der Saison 2019/20 gearbeitet, die in der Regionalliga West Vizemeister geworden waren. Deren Leistungsträger Jaden Korzynietz, Rafael Lubach und Vincenzo Onofrietti übersprangen die U16 und gehörten auf Anhieb zum Stammpersonal der U17.

Tim Seidel steht nur ein schmaler Kader zur Verfügung. Er erläutert: „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden. So hat jeder Spieler seine Einsatzzeiten erhalten und sich zeigen können. Außerdem ist die Trainingsintensität in kleinen Gruppen deutlich höher.“ Das galt bis zum erfolgreichen Testspiel gegen Wolfsburg - und damit bis zum zweiten Lockdown im Jahr 2020. Seidel: „Für die Jungs war es schon hart, weil sie auch noch auf die Schule verzichten mussten. Der Fußball ist für sie mehr als ein Hobby. Sie alle leben ja einen Traum.“

„Die Jungs waren sehr motiviert“

Immerhin war zuletzt individuelles Training erlaubt. „Wir konnten gezielt und natürlich auch intensiver auf den Einzelnen eingehen, haben Reize gesetzt und versucht, die Abläufe abwechslungsreich zu gestalten. Aber wenn man aus dem Mannschaftssport kommt, ist Einzeltraining auf Dauer ermüdend, obwohl jeder sehr motiviert war“, erläutert Tim Seidel.

Jetzt können sie sich wieder auf dem Platz bewegen, allerdings mit Einschränkungen. „Die Jungs haben körperlich einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht“, hat Tim Seidel beobachtet.. Dass sie sich auch im fußballerischen Bereich verbessert haben, würden sie gern zeigen. „Ich hoffe für die Jungs, dass vielleicht ab Mitte April zumindest wieder Freundschaftsspiele erlaubt sind“, sagt Tim Seidel.
Das wäre dann tatsächlich ein großer Schritt zurück auch in die Fußball-Normalität.

(wiwi)