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U16

Trainer

Karsten Gorges

Sein Hobby machte er zum Beruf, der Beruf wurde zur Berufung. „Es ist schön, die Entwicklung der Jungs zu beobachten und zu begleiten“, sagt Karsten Gorges, der in der Saison 2021/22 im Zuge der üblichen Rotation die U16 betreut und die Spieler danach in den Leistungsbereich entlässt.

Eine ganze Reihe der „spannenden Talente“ (Gorges), die er 2019 als Trainer der U14 übernommen hatte, gab er bereits in diesem Sommer an die U17 ab. Er hofft, auch die anderen Jungs in den nächsten Monaten so zu fördern,  „dass sie danach in der B-Junioren Bundesliga eine wichtige Rolle spielen können“. Das Rüstzeug sollen sie sich in der U17-Westfalenliga holen, wo sie sich in der Regel mit um ein Jahr älteren Spielern messen-

Alles begann bei der TSG Sprockhövel. Gorges, heute diplomierter Sportwissenschaftler, betreute die U11 der TSG und fand Spaß an dieser reizvollen Aufgabe. Es folgten Stationen beim Zweitligisten SV Sandhausen und bei der TSG Hoffenheim, wo er im NLZ als Videoanalyst arbeitete. Ein Praktikum absolvierte er dazu im Nachwuchs-Leistungszentrum des Hamburger SV. Schließlich wechselte er gemeinsam mit seinem Hoffenheimer Kollegen Jens Rasiejewski zum VfL Bochum, bei dem er verantwortlich zeichnete für die U13 und U14.

Seine erfolgreiche Arbeit ließ den BVB auf ihn aufmerksam werden. Lars Ricken und Edwin Boekamp holten Karsten Gorges2017 ins NLZ nach Brackel. Gemeinsam und abwechselnd mit Peter Wazinski und Marco Lehmann entwickelt er Talente und Mannschaften von der U14 bis zur U16 einschließlich. „Du hast 1 080 Tage Zeit zu planen und die Jungs zu begleiten. Man wird Experte für diese Jahrgänge. Eine wunderbare Herausforderung“, versichert Gorges.

Trainingsarbeit im Homeoffice

In den Monaten der Pandemie hat er meist im Homeoffice gearbeitet. „Es war eine große Einschränkung im Berufsleben“, betont er. Neue Inhalte waren angesagt, Kreativität, Selbstorganisation und Flexibilität. „Wir haben versucht, den Jungs außerhalb des Lockdowns eine Perspektive zu geben, Lösungen zu finden, sie mit Individualplänen und Video-Aufgaben versorgt, sie unterstützt und ihnen Hilfestellung gegeben. Eine spannende Erfahrung“, beschreibt Karsten Gorges seinen Corona-Job. Trotz abwechslungsreicher „Trockenübungen“ fehle den Jungs aber monatelange Trainings- und Wettkampfpraxis. Gorges: „Wir müssen versuchen, die ausgefallenen Spielzeiten durch vermehrtes Training und zusätzliche kleinere Turniere aufzufangen.“

Grundsätzlich bleibt es bei einem Auftrag, den Karsten Gorges so formuliert: „Die Entwicklung des Einzelnen, der Prozess des stetigen Lernens steht über allem, und das funktioniert am besten in einer homogenen Mannschaft“ Andererseits bedauert er, dass den jungen Fußballern kaum Freiräume bleiben, „um für sich selbst etwas ohne Druck zu tun, weil ihr Tag durchgeplant ist mit Schule, Hausaufgaben, Fahrten zum Training und zurück.“ Das „eigentliche Spielen ohne Druck, nicht angeleitetes Training auf Bolzplätzen“, komme zu kurz: „Da dürften und können sie Fehler machen, sie müssten nach einem verlorenen Dribbling nicht sofort zurücklaufen, um den Ball im Defensiv-Zweikampf zurückzuerobern.“ Gorges lächelt: „Wir Trainer nehmen uns manchmal auch zu wichtig.“

Das sehen die Jungs, die sich den Traum Profi-Fußballer erfüllen möchten, allerdings anders…

wiwi

Co-Trainer: Oliver Triestram - Torwarttrainer: Michael Strzys - Betreuer: Wolfgang Köhler

Trainerteam