Das Hoffen und Bangen geht weiter. „Wir sind vorsichtig zuversichtlich“, sagt Sebastian Geppert über die Einsatzchancen von Alaa Bakir in den beiden Halbfinalspielen um die Deutsche B-Junioren-Meisterschaft am Mittwoch, 6. Juni (auswärts), und Sonntag, 10. Juni (NLZ Brackel, Anstoß 16.30 Uhr).

Borussias zweitbester Torschütze (14 Saisontreffer) und Co-Kapitän des Teams hatte sich beim 2:2 gegen Mönchengladbach eine schwere wie schmerzhafte Prellung im Oberschenkel zugezogen, die von den Physiotherapeut(inn)en täglich stundenlang behandelt wird. Zum Glück ist nach dem MRT eine Zerrung oder ein Faserriss auszuschließen. „Sein Ausfall würde uns schon sehr treffen“, hofft auch Edwin Boekamp, Leiter der BVB-Nachwuchsabteilung, auf rasche Genesung des Offensiv-Spezialisten, der zur kommenden Saison in die U19 aufrückt.

Dagegen kann Geppert in den Endrundenspielen mit beiden anderen „Sorgenkindern“ planen: Rilind Hetemi, der gegen Mönchengladbach mit Kreislaufproblemen frühzeitig ausscheiden musste, befindet sich wieder im Mannschaftstraining. Niclas Knoop tritt wegen seiner muskulären Probleme noch ein wenig kürzer, sollte aber in der kommenden Woche bereit sein, wenn der BVB gegen Leverkusen oder Schalke 04 um den Einzug ins Meisterschafts-Finale kämpft.

Letztes Spiel Sonntag in Düsseldorf

Wieder lachen kann mittlerweile auch Ramzi Ferjani, der Pechvogel im jüngsten Borussia-Duell, der ein kurioses Eigentor fabriziert hatte „Ich habe mit ihm gesprochen, das passiert schon mal im Fußball, das Thema ist erledigt. Man kann aus Negativem immer das Positive herausziehen, und diese Geschichte wird Ramzi nur noch stärker machen“, hat Gepperts Vertrauen in Ferjani nicht gelitten. Warum auch? Der Innenverteidiger, der mitunter auch im defensiven Mittelfeld seinen Mann steht, gehört seit fast zwei Jahren zu den Leistungsträgern der U17 und bewirbt sich in der kommenden Saison um einen Stammplatz in der U19.

Nur statistische Bedeutung hat die letzte Bundesliga-Partie am Sonntag (13 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf. „Wir werden die Belastung steuern, damit die Jungs im Halbfinale alle Kräfte mobilisieren können“, kündigt Geppert verstärkte Rotation und Einsatzzeiten für Spieler an, die deutlich weniger strapaziert worden sind als das Stammpersonal.

(wiwi)