Sebastian Geppert fährt beim BVB im Augenblick zweigleisig. Im Rahmen seiner Fußball-Lehrer-Lehrgangs absolviert er ein vierwöchiges Praktikum bei den Profis und Lucien Favre, dazu trainiert er den Kader der U17. Und am Mittwoch (15. August) stehen Geppert und sein Team vor der ersten großen Herausforderung der neuen Saison. Dauer-Widersacher Bayer Leverkusen gastiert um 18 Uhr im NLZ Brackel.

„Wir freuen uns auf dieses Spiel und wollen es gewinnen“, versichert der Meistertrainer. Leverkusen könnte dieses Duell auch als Revanche für das zuletzt verlorene Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft erklären, doch Geppert hält dagegen: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das sind doch zwei andere Mannschaften.“ Was auf Bayer nicht ganz zutrifft. Denn ein Großteil jenes Teams, das die vergangene Saison in der Bundesliga West mit der Vizemeisterschaft abgeschlossen hatte, bildet den Stamm der aktuellen U17.

Anders als bei der Borussia, die fast komplett neu formiert werden musste und sicherlich noch einige Wochen benötigt, um ihr Leistungspotenzial aufs Spielfeld zu bringen. Mit dem 1:0-Startsieg gegen Düsseldorf im Rücken wird es den Schwarz-Gelben allerdings deutlich leichter fallen, ins Top-Spiel des Tages zu finden. Zumal sich gestern auch zwei Fragezeichen endgültig in Wohlgefallen aufgelöst haben: Youssoufa Moukoko kehrt nach seiner Verletzungspause wieder ins Team zurück. Dazu erteilte der DFB dem aus Frankreich nach Dortmund gewechselten Kamal Bafounta die Spielberechtigung. Dem Debüt des Mittelfeldspielers steht also nichts mehr im Wege.

Sorgen um Lloyd Kuffours Knie

Auch Ansgar Knauff und Maik Amedick, die zum Auftakt noch pausieren mussten, gehören zum Kader, so dass Geppert lediglich auf Marco Cardormini und Lloyd Kuffour verzichten muss. Kuffours Verletzung (schwere Prellung im Knie) bereitet noch etwas Sorgen, weil möglicherweise auch das Kreuzband angegriffen ist.

„Wir freuen uns auf dieses Duell, weil wir danach schon wissen, wo wir stehen“, erwartet Geppert bereits zu Saisonbeginn eine Standortbestimmung. Bayer schätzt er wieder hoch ein, „denn die Mannschaft versucht immer, gepflegten Fußball zu spielen und hat in jedem Jahr hohe Qualität.“ Weil auch der BVB eine Top-Elf aufs Feld schicken kann, dürften die Zuschauer eine spannende Partie auf ansprechendem Niveau erwarten.

(wiwi)