„Da haben wir ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt“, strahlte Sebastian Geppert nach dem in dieser Höhe unerwarteten 7:1-Sieg bei Arminia Bielefeld. Die U17 grüßt nach dem 12. Spieltag wieder von der Spitze der Bundesliga West. 30 Punkte stehen auf dem Konto der weiterhin ungeschlagenen Borussen. Der bisherige Tabellenführer 1. FC Köln musste sich bei Fortuna Düsseldorf mit einem 1:1 begnügen und belegt nun mit 29 Punkten Rang drei hinter dem BVB (30) und Bayer Leverkusen (29, bessere Tordifferenz).

Die erste große Chance nutzte Youssoufa Moukoko, dessen Einsatz wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel lange fraglich war, zur 1:0-Führung. Die Vorbereitung leistete Stanislav Fehler, der diesmal von Beginn an im Team stand und auch das 2:0 mit einem langen Ball vorbereitete. Moukoko überraschte Arminias Torhüter mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Borussias Top-Torjäger machte in der 40. Minute seinen Hattrick perfekt, als Albin Thaqi und Tim Böhmer die hochstehende Bielefelder Abwehr gekonnt überspielt hatten.

Hetemi und Pakia: Doppelpack

Alle guten Vorsätze, die Arminia in der Pause gefasst hatte, waren über den Haufen geworfen, als Ware Pakia unmittelbar nach Wiederanpfiff im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Moukoko überließ Rilind Hetemi die Strafstoß-Ausführung, und gegen dessen humorlos verwandelten Elfmeter war kein Kraut gewachsen. Mit dem 4:0 im Rücken spulten die Schwarzgelben souverän ihr Programm herunter. Ware Pakia traf nach Hetemis Ecke zum 5:0 (54.), Bielefeld empfand das 1:5 als Trostpflaster, weil Pakia und Hetemi mit dem 6:1 und 7:1 konterten.

„Wir haben die Tore in den richtigen Phasen erzielt, aber die Jungs haben das auch echt gut gemacht. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, bilanzierte ein rundherum zufriedener Sebastian Geppert. Nach der Länderspielpause erwarten die Borussen am 17. November (11 Uhr) den MSV Duisburg zum letzten Hinrundenspiel. Mit einem Sieg würden sie sich die Herbstmeisterschaft sichern. Im Top-Duell stehen sich dann der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen gegenüber.

BVB­: Deubel – Özden (70. Aras), Thaqi, Böhmert, Meier (58.
Minewitsch) – Bafounta, Lütke-Frie – Fehler (58. Knauf), Hetemi, Pakia – Moukoko (66. Amedick)

(wiwi)