In der Tabelle trennen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Borussia Dortmund 16 Punkte vom FC Schalke 04 (6. Platz). Dennoch erwartet Sebastian Geppert zum Auftakt der Frühjahrsrunde Sonntag in Ückendorf (Anstoß 11 Uhr) „ein Duell auf Augenhöhe“. Aber der BVB-Meistertrainer versichert auch: „Wir fahren dahin, um zu gewinnen.“

Seit der 0:2-Hinspielniederlage haben sich die Königsblauen weiterentwickelt und u. a. den aktuellen Tabellendritten Bayer Leverkusen mit 2:1 besiegt. „Wir wollen die erste Mannschaft sein, die gegen den aktuellen Deutschen Meister drei Punkte holt“, tönt Schalkes Trainer Frank Fahrenhorst. Der BVB kann sich also auf einen Gegner einstellen, der Leidenschaft und viele Emotionen ins Derby bringen wird. „Wir sind gewappnet, müssen den Kampf annehmen und unsere fußballerischen Qualitäten ausspielen“, sagt Sebastian Geppert, der seinen Jungs nach der langen Winterpause eine „erstklassige körperliche Verfassung“ bescheinigt.

Saison für Tekin Gencoglu beendet

Personell erreichten ihn in der letzten Woche indes einige Hiobsbotschaften. Ganz böse hat es Tekin Gencoglu erwischt, der sich im Turnierspiel der deutschen U16-Nationalmannschaft gegen Portugal sich bei seinem Kurzeinsatz einen Wadenbeinbruch sowie einen Syndesmosen- und Innenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hat. Für den 16-Jährigen ist die Saison beendet. Bitter für ihn und für den BVB. Geppert: „Er war in einer Top-Verfassung.“

Dazu fehlen Florian Usein, Marco Cardornini, Mert Akbulut und Lloyd Kuffour, der nach seiner Kreuzband-OP wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, aber erst im Laufe des März eine Alternative für die Top-Elf sein wird. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Ware Pakia, der zuletzt wegen einer Hüftzerrung eine Pause einlegen musste. Möglicherweise stößt noch ein U16-Spieler zum Kader.

Dass Ware Pakia zur neuen Saison zum Hamburger SV wechselt, „diese Entscheidung“, betont Geppert, „respektierte und akzeptiere ich. Schade aber, dass uns ein Dortmunder Junge verlässt, der seit der U9 beim BVB spielt. Ihm hätten sich auch bei uns alle Möglichkeiten geboten.“ Pakia genießt in den nächsten Wochen dennoch sein volles Vertrauen, „weil ich davon überzeugt bin, dass er bis zum Schluss alles für Borussia und seine Mannschaft geben wird.“

Schon Sonntag - wenn er denn spielen sollte - und der BVB im Derby seine Tabellenführung verteidigen muss.

(wiwi)