Borussias U17 bleibt das Maß aller Dinge in der Bundesliga West. Sie fuhr auch im kleinen Derby beim VfL Bochum einen ungefährdeten 2:0-Sieg ein und verteidigte die Tabellenführung erfolgreich. Bemerkenswert, dass sie im November das letzte Gegentor kassiert hat. Zweiter bleibt mit zwei Punkten Rückstand der 1. FC Köln, der in Hennef mit 3:0 gewann. Der Dritte, Bayer Leverkusen, musste sich mit einem 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf (0:0) begnügen und liegt nun fünf Punkte zurück.

Im Nachwuchs-Leistungszentrum an der Hiltroper Straße dominierten die Jungs um Kapitän Rilind Hetemi die Partie eindeutig. Bochum versuchte, mit einer Fünferkette kompakt und tief zu verteidigen, um dem Favoriten den Zahn zu ziehen. Borussia begegnete dieser Strategie mit schnellem Flügelspiel. Lion Semic, in der Hinrunde nur in der U16 eingesetzt, bedankte sich für seine „Beförderung“ in den Kader des amtierenden Deutschen B-Juniorenmeisters erneut mit einer ganz starken Verteidiger-Partie und bildete mit Ansgar Knauff eine überragende rechte Seite. „Lion bringt viel Belebung und gutes Tempo ins Spiel und ist dazu noch ein richtig guter Typ“, freut sich Trainer Sebastian Geppert über Verstärkung aus den eigenen Reihen.

Starker Auftritt von Maik Amedick

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Über links drehte vor allem Maximilian Meier die Schwungräder. Auch er hat sich mittlerweile einen Stammplatz erkämpft und bereitete mit einer Flanke in der 23. Minute die 1:0-Führung durch Ansgar Knauff vor. Youssoufa Moukoko ließ nach Vorlage von Rilind Hetemi in der 35. Minute das 2:0 folgen und belohnte sich für eine auch läuferisch bemerkenswerte Leistung. Danach verwaltete der BVB die Führung souverän. Im Mittelfeld regierte der zweikampfstarke Maik Amedick, und vorne spielten die Schwarzgelben mit dem Gegner mitunter Katz und Maus. Moukoko, Semic, Hetemi und später Minewitsch hätten einen noch deutlich höheren Sieg herausschießen können.

Doch auch das ungefährdete 2:0 stimmte Sebastian Geppert zufrieden: „Das war wieder eine gute Leistung der gesamten Mannschaft. Jetzt wollen wir gegen Unterrath das nächste Ausrufezeichen setzen, um mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die dann folgende dreiwöchige Bundesligapause zu gehen.“ Erfreulich, dass Lloyd Kuffour nach seiner Kreuzband-OP im September in Bochum als Einwechselspieler sein Comeback feierte und künftig wieder ein fester Bestandteil des Kaders sein wird. Wie auch Ware Pakia, der in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehrt.

Bafounta droht Knie-Operation

Dagegen droht Kamal Bafounta eine längere Pause. Der Franzose, im defensiven Mittelfeld eigentlich unverzichtbar, hat sich einen Innenmeniskusschaden im Knie zugezogen, der vermutlich eine Operation erforderlich macht. Umso besser für das Team, dass sich Maik Amedick in dieser Position immer besser zurechtfindet.     

BVB: Klußmann – Semic (57. Özden), Thaqi, Böhmer, Meier – Lütke-Frie (78. Kuffour), Amedick – Knauff (76. Aras), Hetemi, Fehler (66. Minewitsch) – Moukoko.

Wilfried Wittke