Am 16. Spieltag der Bundesliga West hat es auch den BVB erwischt: Die Jungs von Sebastian Geppert kassierten ihre erste Saison-Niederlage. Sie fiel mit 1:4 ziemlich deftig aus, und dass ausgerechnet der FC Schalke 04 dafür Verantwortung trug, empfand der Trainer als „besonders bitter“. Es war seit dem 28. April 2018 überhaupt das erste Mal, dass eine U17 des BVB als Verlierer vom Platz gegangen ist.

Geppert redete gar nicht um den heißen Brei herum und gratulierte dem Gegner: „Die Niederlage geht in Ordnung. Wir haben einen gebrauchten Tag erwischt.“ Dabei kamen die Borussen auf dem glitschigen Kunstrasen recht gut ins Spiel. Nach einem Foul an Lion Semic entschied Schiedsrichter Timon Oliver Schulz auf Elfmeter. Dennis Lütke-Frie scheiterte an Torwart Justin Treichel, doch Bradley Fink schaltete blitzschnell und setzte den Abpraller zum 0:1 in die Maschen.

Danach erspielte sich Borussia eine weitere Überzahl-Aktion, ließ aber die große Chance liegen, um auf 2:0 zu erhöhen. Stattdessen glich Schalke noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus. Ein überflüssiger Ballverlust führte zur Ecke, die Abwehr war nicht gut gestaffelt, und Arbenor Alin bedankte sich für derlei Großzügigkeiten mit dem Treffer zum 1:1.

Wie der erste Durchgang endete, so begann der zweite. Louis Köster schoss die Gastgeber nach mehreren BVB-Patzern mit 2:1 in Führung (45.). Damit war die Partie auch schon gelaufen, weil die Schwarzgelben nie zu ihrem gewohnten Kombinations- und Tempospiel fanden. Die Leistungsträger Dennis Lütke-Frie und Öktan Gürpüz blieben wie alle anderen weit unter ihren Möglichkeiten, der Mannschaft unterliefen im Kollektiv zu viele technische Fehler.

„Wir werden aus diesem Spiel unsere Lehren ziehen“

Die Schalker nutzten die Gunst der Stunde, erhöhten durch einen allerdings fragwürdigen Foulelfelfmeter auf 3:1 (Köster, 62.), und Semin Kojic setzte den Schlusspunkt (72.). Zu allem Überfluss sah Vasco Walz in der 68. Minute die Gelb-Rote Karte und ist damit am kommenden Sonntag gesperrt. Sebastian Geppert brachte in der Schlussphase noch neue Offensivkräfte, aber ohne Erfolg.

„Wir werden uns alle hinterfragen, und aus diesem Spiel unsere Lehren ziehen“, versprach Geppert. Schon im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Lippstadt will die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen.

BVB: Ostrzinski – Semic, Collins, Kleine-Bekel, Mrosek – Walz, Gürpüz (74. Gencoglu) – Bamba (74. Kourouma), Lütke-Frie, El-Zein (47. Mata) – Fink ((74. Wasilewski).

(wiwi)