Das war der ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: Sebastian Gepperts Jungs feierten ihren dritten Saisonsieg und gewannen gegen den SV Lippstadt 08 mit 6.2. Mit noch besserer Chancenverwertung und ohne Torhüter-Patzer wäre der Erfolg deutlich höher ausgefallen. Der BVB festigte seinen Platz in der Spitzengruppe der wegen diverser Spielabsagen aktuell unübersichtlichen Tabelle. Mönchengladbach (4 Spiele/10 Punkte) führt vor den punktgleichen Borussia Dortmund (5/10), 1. FC Köln (5/10) und Fortuna Köln (5/10). In Lauerstellung befinden sich u. a. Schalke (4/8) und Leverkusen (3/7).

Erfolgreichster Torschütze war Isaak Nwachukwu, dem in der ersten Halbzeit ein Hattrick gelang. Zwei Treffer erzielte Niclas Dühring, der die ersten Tore mit Eckbällen vorbereitete und dazu noch mit einem Foulelfmeter an Lippstadts Torhüter Janis Kindler scheiterte. Die 1:0-Führung ging auf das Konto von Jonah Husseck. Borussia hatte nach Vasco Walz (Muskelfaserriss) kurzfristig auch auf Jaden Korzynietz (Hüftprobleme) verzichten müssen. „Das war insgesamt eine ordentliche Leistung. Wir befinden uns auf einem guten Weg“, resümierte Sebastian Geppert.

Die Schwarzgelben nahmen von Beginn an das Heft resolut in die Hand, liefen ihre Gegenspieler aggressiv an und agierten in der Offensive sehr variabel. Viele Angriffe wurden über die Außen vorgetragen. Noah Mrosek auf der rechten und Niclas Dühring, der Jaden Korzynietz ersetzte, produzierten mächtig Druck aus den hinteren Positionen, vorne übernahmen die unternehmungslustigen Vincenzo Onofrietti und Ayukayoh Mengot. Diesem Angriffsschwung hatte Lippstadt wenig entgegenzusetzen. Die Gäste stürzten vor allem im ersten Durchgang von einer Verlegenheit in die nächste.

Niclas Dühring mit zwei Eckball-Vorlagen

Überfällig die 1:0-Führung in der 10. Minute: Niclas Dühring schlug einen gefühlvollen Eckball, Mengot scheiterte an Lippstadt-Torwart Janis Kindler, den Abpraller setzte Jonah Husseck in die Maschen. Aus einer ähnlichen Situation resultierte das 2:1 in der 25. Minute. Nach Dührings Ecke jagte Husseck den Ball aus kürzester Entfernung an die Latte, den Abpraller versenkte Isaak Nwachukwu.

Zwischenzeitlich hatte Luca Rebbert den ersten Lippstädter Angriff unter Mithilfe von Daniel Dudek mit dem Ausgleichstreffer veredelt - und der BVB eine Reihe bester Möglichkeiten nicht genutzt. So sprang Nwachukwu nach Onofriettis Maßflanke am Ball vorbei (20.), und Rafael Lubach schoss aus idealer Position über das Tor (23.). Besser machte es Nwachukwu in den nächsten Strafraumszenen. Wie beim 3:1, als er keine Mühe hatte, Onofriettis Hereingabe zu versenken. Vorausgegangen war ein langer Ball von Husseck. Fast identisch – diesmal von der rechten Seite – Vorbereitung und Vollendung der 4:1-Führung. Die Flanke kam von Mrosek, das Tor – und damit einen Hattrick – erzielte Nwachukwu. „Endlich ist bei ihm der Knoten geplatzt. Isaak weiß gar nicht, wie gut er ist“, freute sich Sebastian Geppert über die Erfolgserlebnisse seines Angreifers.

Auch in der zweiten Halbzeit drückend überlegen

Auch im zweiten Durchgang spielte fast nur der BVB. Angriff auf Angriff rollte in Richtung Lippstadt-Strafraum, doch das nächste Tor fiel auf der anderen Seite. Und erneut leistete Dudek dem Lippstädter Rebbert Hilfestellung. „Haarsträubende Fehler haben zu den Gegentoren geführt“, ärgerte sich Geppert. Aber stark die Reaktion der Mannschaft. Keiner ließ den Kopf hängen, und Borussias Anrennen wurde in der 71. Minute belohnt.

Nach einem Pass von Onofrietti holten die Gäste Nwachukwu von den Beinen. Niclas Dühring indes scheiterte per Elfmeter an Janis Kindler. Wieder schüttelte sich das Team und kam erfolgreich zurück: Niclas Dühring machte seinen Fehlschuss nach feiner Hereingabe des eingewechselten Tchadjobo mit dem Treffer zum 5:2 vergessen (80. Minute) und setzte in der Nachspielzeit auch den Schlusspunkt. Mit jetzt fünf Treffern übernahm Dühring auch Platz eins in der Torschützenliste.

Am kommenden Samstag gastiert der BVB bei Bayer Leverkusen (Anstoß 17 Uhr)

BVB: Dudek – Mrosek (73. Pauli), Husseck, Blank, Dühring – Cisse, Schiano (54. Lenninghaus)– Onofrietti (73. Theocharis), Lubach (54. Ludwig), Mengot (48. Tchadjobo) – Nnwachukwu.

Wilfried Wittke