Der Kader ist (fast) wieder komplett: Wenn unsere U17 am Samstag bei Arminia Bielefeld in die Bundesliga West startet, dann wird Sebastian Geppert eine andere Mannschaft aufbieten als zuletzt bei der 1:2-Niederlage im Finale des NRW-Liga-Pokals gegen Schalke 04. „Wir sind zuversichtlich und wollen die Meisterschafts-Saison mit einem Sieg eröffnen“, kündigt der Fußball-Lehrer an.

Auf internationalem Parkett haben sie sich erfolgreich geschlagen und, wie Geppert betont, „einen guten Eindruck hinterlassen“. Jaden Korzynietz und Rafael Lubach gehörten zum Kader der DFB-U17, die in Duisburg ein Vier-Länder-Turnier gewann, Vincenzo Onofrietti spielte für Italien, und für die U16 des DFB, die zwei Länderspiele gegen Österreich absolvierte, waren Luke Rahmann, Yannick Numbisie, Kjell Wätjen, Gökdeniz Gürpüz, Charles Herrmann, Almugera Kabar und Raul König im Einsatz.

Kjell Wätjen kehrte mit einer leichten Verletzung zurück, der Mittelfeldspieler fehlt in Bielefeld, soll aber im ersten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 18. September, 11 Uhr) wieder mitwirken können. Eine längere Pause droht dagegen Almugera Kabar. Nicht allein wegen seiner Verletzung, die er sich zugezogen hat. Denn das WFV-Sportgericht verhängte gegen ihn wegen des Platzverweises beim NRW-Liga-Pokalspiel in Köln eine achtwöchige Sperre. „Das Strafmaß ist überzogen, wir denken über einen Einspruch nach“, so Geppert. Der Kölner Spieler, der die Rangelei angezettelt hatte, wurde sogar zu zwölf Wochen Pause verurteilt.

„Kennenlernphase“ begann nach Ostern

Sebastian Geppert, der bis zum Ende der Saison 20/21 noch Edin Terzic bei den Profis assistiert hatte, steht ein junger und breit aufgestellter Kader zur Verfügung. Eren Yilmaz hatte ab April die „Kennenlernphase“ des Teams 21/22 eingeleitet, das sich in vielen Testspielen Schritt für Schritt verbessern konnte. „Jetzt ist es wichtig, auf den Punkt da zu sein“, bemerkt Geppert, der für sein Team eine rosige Perspektive sieht: „Es sind viele spannende Jungs dabei, Talente mit großem fußballerischen Potenzial. Der Entwicklungsprozess wird uns durch die gesamte Saison begleiten.“

In einigen Vorbereitungsspielen deutete der Kader sein Potenzial an, zum Beispiel beim 2:0-Sieg im NRW-Liga-Pokalspiel beim 1. FC Köln, als die vermeintlich stärkste Elf auf dem Platz stand – oder auch bei der 1:2-Niederlage des BVB-Rumpf-Teams gegen Schalke. Geppert lobte vor allem den Auftritt in der zweiten Halbzeit: „Das war top.“

Schalke 04, den 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach zählt er zu den größten Konkurrenten im Kampf um die Westdeutsche Meisterschaft. Auch der Tabellenzweite qualifiziert sich für die Spiele um die Deutsche Meisterschaft. Weil die Bundesliga-Runde – wie bei der U19 – ohne Rückspiele entschieden wird, ist praktisch jeder Ausrutscher verboten. Schon am Samstag im Böllhoff-Stadion in Bielefeld. „Arminia war immer eine harte Nuss. Trotzdem sollten wir mit der richtigen Einstellung den Start erfolgreich gestalten“, sagt Sebastian Geppert.

Am 4. Dezember das Derby auf Schalke

Der vorläufige Spielplan bis zur Winterpause:

11. September: Bielefeld – BVB

18. September: BVB – Leverkusen (11 Uhr)

26. September: Lippstadt 08 – BVB

02. Oktober: BVB – VfL Bochum

09. Oktober: Preußen Münster – BVB

31. Oktober: BVB – Alemannia Aachen

06. November: Fortuna Köln -BVB

27. November: BVB – Hennef 05

04. Dezember: Schalke 04 – BVB

11. Dezember: BVB – SC Paderborn (13 Uhr)

 

Wilfried Wittke