Sie hatten mächtig Respekt vor Leverkusen. Nach dem 3:0-Sieg war man sich im Borussen-Lager indes einig, dass man noch nie so locker und entspannt gegen den Bayer-Nachwuchs gewonnen hat wie an diesem Samstagvormittag. Damit ist der BVB nach dem 2:2 zum Auftakt in Bielefeld wieder voll im Plan.

Zu 100 Prozent zufrieden war Sebastian Geppert indes nicht. Vor allem in der zweiten Halbzeit beklagte er viele Passfehler. „Wir hatten reichlich Ballbesitz, aber nur zwei Chancen durch Noel Werner und Raul König“, resümierte Geppert, der kurzfristig auf Gökdeniz Gürpüz und Yannick Numbisie verzichten musste, die sich im Abschlusstraining verletzt hatten. Dazu fehlten Kjell Wätjen und der gesperrte Almugera Kabar.

Gegenüber dem Bielefeld-Spiel hatte Geppert deshalb zwangsläufig einige Änderungen vornehmen müssen. Die rechte Außenverteidigerposition besetzte erstmals Marlon Ubani. Er hat seine Sache richtig gut gemacht, auf der rechten Seite viel Druck produziert und die freien Räume bestens genutzt. Links verteidigte Sven Meyer, Raul König schlüpfte in die Spielmacher-Rolle, Paris Brunner bildete die Angriffsspitze.

Es begann so, wie es sich die Jungs erhofft hatten. Borussia drängte Leverkusen in die eigene Hälfte zurück, und nach acht Minuten gelang Jaden Korzynietz per Distanzschuss die frühe 1:0-Führung, zu der Ubani auf der rechten Seite die Vorarbeit geleistet hatte. Das 2:0 gute 60 Sekunden später ging auf das Konto von Marlon Ubani. Nach einer halben Stunde erhöhte Raul König auf 3:0. Er verwandelte einen an Charles Herrmann verursachten Foulelfmeter.

„Das Spiel war beim Seitenwechsel entschieden“, bilanzierte Sebastian Geppert. Für die zweite Hälfte hatte man sich noch einmal viel vorgenommen, wie er bestätigte, „aber es fehlte der letzte Schuss Konzentration.“ So blieb es trotz mehrerer Wechsel und Umstellungen beim 3:0. Die Überlegenheit der Borussen verdeutlicht der Fakt, dass Leverkusen nicht einmal auf das von Marlon Zacharias gehütete Dortmunder Tor geschossen hat.

Am kommenden Sonntag gastiert das Team beim SV Lippstadt 08 – und wird dann sicherlich mehr gefordert als von Bayer Leverkusen.

BVB: Zacharias – Ubani, Adamczyk (52. Brune), Rahmann, Meyer – Lubach, Herrmann (57. Werner), Korzynietz, Onofrietti (57. Quayson) -König (70. Feckler) – Brunner (57. Babir).

(wiwi)