Das war eine gute Reaktion der Mannschaft auf die Derby-Niederlage: Sebastian Gepperts Jungs feierten einen 3:1-Sieg beim so stark in die Saison gestarteten SC Preußen Münster und festigten den Platz im oberen Tabellendrittel. „Wir können jetzt beruhigter in die Bundesliga-Pause gehen“, freute sich der Fußball-Lehrer über den Erfolg, der deutlich höher hätte ausfallen können.

Nach dem 2:3 gegen Bochum stand der BVB auf dem schwer bespielbaren Rasen in der Coerheide unter Druck. Aber die Schwarzgelben haben ihre Aufgabe souveräner als erwartet gelöst, obwohl Geppert auf einige Stammspieler verzichten musste. So gab der erst 14-jährige Elias Benkara als Vertreter des verletzten Nico Adamczyk sein Debüt in der Bundesliga. „Seine Leistung war absolut in Ordnung,“ befand der Trainer, der die defensiven Außenstellen mit Marlon Ubani und Charles Herrmann besetzte. Raul König übernahm eine Mittelfeldrolle und wechselte häufig die Position mit dem auf der rechten Offensivseite aufgebotenen Kjell Wätjen.

Diese Formation passte und fand richtig gut in die Partie. Luke Rahmann bot sich nach einem Eckball die Riesen-Chance zum 1:0, der Innenverteidiger ließ sie aber liegen. In der 13. Minute die überfällige Führung: Jaden Korzynietz setzte Kjell Wätjen in Szene, dessen Schuss konnte Münsters Torhüter Jan Schuepphaus nur abklatschen, Paris Brunner schaltete blitzschnell und bugsierte den Ball in die Maschen.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kamen die Preußen durch Benedikt Fallbrock zum 1:1-Ausgleich (30.). Ein Ballverlust im Mittelfeld war Ausgangspunkt eines schnellen Konters, der die Defensivabteilung überraschte. Die Schwarzgelben mussten sich erst kräftig schütteln, um nach der Pause wieder die Dominanz auszuüben, die sie schon in der ersten halben Stunde ausgezeichnet hatte.

Nächstes Heimspiel am 31. Oktober

Mit einem Doppelschlag beseitigten Vincenzo Onofrietti und Raul König in der 64. und 66. Minute alle Zweifel über den Ausgang. Onofrietti, der jetzt zur italienischen U17-Nationalmannschaft fährt, veredelte die Vorarbeit von Rafael Lubach zum 2:1, und Raul König schloss ein Solo mit dem Tor zum 3:1 ab. Danach boten sich Möglichkeiten in Hülle und Fülle, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Aber die Chancenverwertung bleibt das vielleicht größte Problem dieser jungen Mannschaft.

Die Bundesliga macht Pause bis zum 31. Oktober. Der BVB empfängt dann um 11 Uhr Alemannia Aachen im Nachwuchs-Leistungszentrum Brackel.

BVB: Zacharias – Ubani, Benkara, Rahmann, Herrmann – Korzynietz. Lubach – Wätjen (80. Feckler), König (80. Brune), Onofrietti – Brunner (76. Werner).

(wiwi)