Social-Media-Navigation

Account-Navigation

Zum Inhaltsbereich

U17

Trainer

Sebastian Geppert

Sein Meisterstück hat er bereits abgeliefert. Auf dem Campus des deutschen Fußball-Rekordmeisters. 3:2 gewann Sebastian Gepperts U17 im Juni 2018 das hochklassige Finale beim FC Bayern München um die Deutsche B-Junioren-Meisterschaft. Den zweiten großen Titel hätte er gern ein Jahr später nachgeliefert. Doch Borussias U17, die ungeschlagen durch die Bundesliga West marschiert und nach zwei Siegen gegen den VfL Wolfsburg im Heim-Finale als Favorit gehandelt worden war, verlor das Endspiel gegen den 1. FC Köln mit 2:3, nachdem sie ein paar Wochen vorher noch in der Bundesliga in Köln mit 3:0 triumphiert hatte.

Damit endete eine für Geppert eigentlich höchst spannende und erfreuliche Saison mit einer großen Enttäuschung. Denn der 35-Jährige absolvierte erfolgreich den zehnmonatigen Fußball-Lehrer-Lehrgang an der Sportschule Hennef und ganz nebenbei entwickelte er eine Mannschaft mit herausragenden Fähigkeiten, obwohl in Kamal Bafounta und Tekin Gencoglu zwei hoffnungsvolle Talente in der gesamten Rückrunde ausgefallen waren. Dennoch gelang Borussias U17 ein Durchmarsch durch die Bundesliga, der mit der frühzeitigen Westdeutschen Meisterschaft gekrönt wurde.

Geppert hatte es wieder einmal geschafft, hoch begabte Fußballer zu einem Team zusammenzuschweißen, zu formen und zu entwickeln, aber auch den Prozess der individuellen Ausbildung auf die nächsthöhere Stufe zu heben. Jeder Spieler hat seine Leistung von Monat zu Monat verbessert – und damit die des gesamten Kollektivs. Genau das macht einen erstklassigen Fußball-Pädagogen im Nachwuchs-Leistungszentrum aus.

Dabei hatte Geppert an der Seite von Benjamin Hoffmann noch lernen wollen, als der BVB Hannes Wolf im September 2016 für die Profis des VfB Stuttgart freigestellt hatte. Hoffmann übernahm die U19, Geppert, seit 2013 in BVB-Diensten, folgte seinem „Chef“ als nun Verantwortlicher für die U17. Und er startete mit seinem Team gleich durch. Als Zweiter der Bundesliga West qualifizierte sich Borussia für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Gegner war die vermeintliche „Über-Mannschaft“ von Werder Bremen.

Im Hinspiel erarbeiteten sich die von Geppert taktisch hervorragend eingestellten Schwarz-Gelben mit dem 1:1-Unentschieden eine fast ideale Ausgangsposition, das Rückspiel allerdings mussten sie nach einem umstrittenen Platzverweis 75 Minuten in Unterzahl bestreiten. Damit waren auch alle strategischen Überlegungen über den Haufen geworfen. Bremen qualifizierte sich für das Finale, dem BVB blieben nur Komplimente für Einsatz und Moral. Ein Jahr später erklomm die dann neu formierte Mannschaft in München den Fußball-Gipfel.

Sebastian Geppert hat das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt, die Erwartungen sogar übertroffen. „Ich genieße das große Privileg, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben – und das bei dem Verein, für den schon immer mein Herz schlägt“, sagt er.

Geboren und aufgewachsen ist Geppert in Wanne-Eickel. Als Jugendlicher spielte er bei< Borussia, dann wechselte er zur SG Wattenscheid 09. Der Traum von einer Profi-Karriere war nach einer schweren Knieverletzung beendet, er spielte nur noch als Hobby u. a. für den ASC 09 Dortmund und widmete sich vornehmlich dem Studium der Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Diagnostik und Training an der Ruhr-Universität Bochum, das er mit dem Masters abschloss. Im Juli 2013 komplettierte er den Trainerstab beim BVB, als Co-Trainer der U16 sowie als Talentscout und Analyst für die Pofis.

„Ich versuche den Jungs zu vermitteln, dass sie bei Borussia eine Riesen-Chance haben. Der Leistungsgedanke steht in der U17 bereits im Vordergrund, weil wir hier im Übergang zum Profibereich arbeiten. Meine Mannschaft soll Qualität, Selbstvertrauen und Mut haben, ihr Spiel durchzusetzen“, beschreibt er seine Philosophie.

Die von ihm betreuten Teams tragen genau diese, seine Handschrift.

Co-Trainer: Eren Yilmaz und Niklas Mack - Torwarttrainer. Michael Strzys - Betreuer: Christian Heimann

Trainerteam