Nach Monaten ohne Fußball durfte die U19 von Neu-Trainer Mike Tullberg endlich wieder auf den Platz und spielte wie schon im vergangenen Jahr in zwei Testspielen gegen die Oberliga-Mannschaft vom ASC 09 aus Dortmund-Aplerbeck. In Summe gewannen die A-Junioren des BVB 6:1 gegen den 13. der abgelaufenen Oberliga-Saison.

Borussia Dortmund übernahm mit dem Anpfiff das Kommando. „Wir hatten uns vorgenommen, den Gegner gleich von Beginn an unter Druck zu setzen“, war Mike Tullberg vor allem mit der Anfangsphase zufrieden. In dieser Phase fiel auch das 1:0 durch Youssoufa Moukoko, der sich wieder einmal agil und brandgefährlich präsentierte. „Danach haben wir uns etwas zurückgezogen, standen gegen den Ball aber weiterhin sehr solide. Unser Torwart musste keinen Ball halten“, so Tullberg. Das 2:0 fiel gegen Mitte des Spiels durch ein unglückliches Eigentor, ehe der Schiedsrichter die erste Partie nach 50 Minuten abpfiff.

Die Regeln des Landes NRW sehen aktuell vor, dass maximal 30 Spieler gegeneinander spielen können. Da beide Trainer in einem Test aber alle Spieler einsetzen möchten, mussten beide Teams eine Stunde warten, bevor ein neues Spiel über 50 Minuten Spielzeit angepfiffen werden konnte. Trainer Tullberg wechselte fast vollständig durch, lediglich Außenverteidiger Maximilian Meyer blieb auf dem Feld, der ASC wechselte sechs Spieler.

Angetrieben von einem überragenden Ansgar Knauff zeigte der BVB auch in der zweiten Partie von Anfang an ein intensives und aggressives Spiel und ging früh in Führung. Innerhalb kurzer Zeit stand es 4:0 für den BVB. Ansgar Knauff nach einem schönen Solo über die rechte Seite, Rilind Hetemi mit einem herrlichen Freistoßtor und zweimal Julius Rauch nach doppelter Vorarbeit von Ansgar Knauff waren die Torschützen. Auch der ASC sollte noch zu einem Treffer kommen, der Oberligist nutzte eine Unkonzentriertheit in der Schlussphase des Spiels zum 1:4

Trainer Tullberg zog ein positives Fazit beide Partien: „Im eigenen Ballbesitz haben wir viele Inhalte aus dem Training der vergangenen Wochen sehr gut umgesetzt. Wir haben immer wieder Überzahlsituationen erkannt und ausgespielt. Mit ein bisschen mehr Konsequenz vor dem Tor hätte es schon im ersten Spiel 4:0 oder 5:0 heißen können. In der zweiten Partie hat man gesehen, dass ein wenig die Luft raus war. Für die Aplerbecker, die nicht komplett durchwechseln konnten, war das doppelt schwer mit der langen Pause zwischen den Spielen. Auch hier haben wir vom Anpfiff weg Druck gemacht, schnell zwei Tore erzielt und all das umgesetzt, was wir trainiert hatten. Ich habe den Jungs aber auch gesagt: Wir geben uns nicht mit 99 Prozent zufrieden, da war noch etwas drin. Aber wir hatten ja auch sechs Monate Pause, um so besser hat es mir gefallen.“

Da im Fußball immer noch besondere Regeln gelten, waren nur 300 Zuschauer im Stadion Hohenhorst in Recklinghausen zugelassen. Torwarttrainer Michael Strzys hatte seine guten Kontakte in die Heimat genutzt und dem heimischen Kreisligisten attraktive Spiele ermöglicht sowie den Teams aus Dortmund exzellente Bedingungen. Einst fasste das weite Rund fast 30.000 Zuschauer und gehörte zu den größten Stadien des Ruhrgebiets. Heute begrüßt der Kreisligist FC Recklinghausen dort deutlich weniger Zuschauer.

Auch am kommenden Mittwoch spielt der BVB-Nachwuchs in Recklinghausen, Gegner ist dann die U19 vom Lokalkonkurrenten Hombrucher SV.