Die Anspannung steigt, aber auch die Vorfreude: Borussias U19 fiebert dem Derby beim FC Schalke 04 entgegen (Sonntag, 11 Uhr, Sportplatz an der Gesamtschule in Gelsenkirchen-Ückendorf).

Es ist das Top-Spiel schlechthin, das Gipfeltreffen der Bundesliga West. „Die Jungs haben Bock, Selbstvertrauen und sind gut drauf“, beschreibt Benjamin Hoffmann die Stimmung. Sieben der letzten acht Spiele haben sie gewonnen, unter anderem die Duelle bei den Spitzen-Teams von Bayer Leverkusen und dem VfL Bochum. Schalke wiederum holte nur einen Sieg aus den letzten vier Spielen. „Das Momentum“, sagt Hoffmann, „ist vielleicht auf unserer Seite“.

Vor dem Hinspiel allerdings schienen die „Blauen“ die besseren Karten zu haben. Der BVB hatte sich eine Woche vorher mit einem 3:3 in Klosterhardt begnügen müssen und die Gelsenkirchener noch kein Spiel verloren. Das Ende ist bekannt: Borussia feierte einen 3:1-Triumph, bot eine fast perfekte Mannschaftsleistung und gestattete den Gästen kaum eine Chance. Es sollte die bis heute einzige Niederlage der „Knappenschmiede“ von Norbert Elgert bleiben.

Das Kollektiv entscheidend

Hoffmanns Herangehensweise wird sich nicht ändern. „Wir müssen unsere individuelle Klasse als Team umsetzen“, verrät er seinen Matchplan. Das Kollektiv ist gegen Schalkes glänzende Einzelspieler gefordert, gemeinsames Arbeiten, gemeinsames Verteidigen, gemeinsames Angreifen, gegenseitiges Helfen und Unterstützen. So haben sie den Benjamin Goller, Jannis Kübler, Florian Krüger, Nicholas Taitague, Ahmed Kutucu, Lennart Czyborra und Co. im vergangenen Oktober in Brackel den Schneid abgekauft, und genau so werden sie es Sonntag in Ückendorf wieder versuchen.

Während Schalke auf die verletzten Nassim Boujellab, Okan Yilmaz, Görkem Can und Luca Beckenbauer verzichten muss, fehlt beim BVB lediglich Tobias Raschl. Benjamin Hoffmann hat bei der Zusammenstellung des Kaders die Qual der Wahl. Hüseyin Bulut, der beim 5:0 gegen Klosterhardt, eine Gelbsperre absitzen musste, kehrt ebenso zurück wie Stürmer Robin Kehr und Torhüter Luca Unbehaun.

Nur drei Siege in zehn Derbys

Borussia gewann lediglich drei der letzten zehn Derbys (übrigens zwei unter der Leitung von Benjamin Hoffmann), zwei endeten Unentschieden. Doch die Statistik interessiert Hoffmann wenig. Er versichert: „Ich will immer gewinnen. Auch Sonntag.“ Kollege Norbert Elgert sieht es ähnlich: „Das Spiel gegen Borussia ist für uns eine große Herausforderung. Wir werden alles dafür tun, dass die Zuschauer eine sehr interessante und hochintensive Partie erleben.“

Es ist also alles gerichtet für ein spannendes Derby Sonntag in Ückendorf...

Wilfried Wittke