Rapid Wien ist Sieger des renommierten Turniers RUHR-Cup International. Aber der BVB haderte nach dem spannenden und gutklassigen Finale mit zwei höchst unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen.

Denn der Unparteiische annullierte in der letzten Minute einen Treffer (Tobias Mißner) und sprach den Schwarz-Gelben stattdessen einen Foulelfmeter zu. Rapid-Torhüter Niklas Hedl wehrte den von Emre Aydinel geschossenen Ball mit einem starken Reflex ab, Jano Baxmann schaltete blitzschnell und schob das Spielgerät in die Maschen. Aber der Schiedsrichter hatte die Partie zwischen Abwehr und Nachschuss abgepfiffen.

Alle Aufregung und Proteste halfen nichts. Es blieb beim 1:1, so dass ein Elfmeterschießen über den Turniersieg entscheiden musste. Die Wiener verwandelten vier Strafstöße gegen Luc Hawryluk, Dortmunds Reda Khadra scheiterte mit Elfmeter Nummer vier an Niklas Hedl. Zuvor hatten Tobias Raschl, Tashreeq Matthews und Alaa Bakir sicher verwandelt.

Pherai verwandelte Eckball direkt

In der regulären Spielzeit über 2 x 30 Minuten ging es bei erneut hohen Temperaturen hin und her. Der BVB, dessen schmaler Kader mit Jano Baxmann und Tim Sechelmann aus der U23 aufgefrischt wurde, kam zunächst nicht ins Spiel und musste nach 14 Minuten den 0:1-Rückstand hinnehmen. Aber die Mannschaft bewies erneut Moral und Charakterstärke. Jano Baxmann verfehlte mit einem satten 20-m-Distanzschuss knapp das Tor, in der 26. Minute durften die Jungs von Trainer Benjamin Hoffmann den verdienten Ausgleich bejubeln. Immanuel Pherai zirkelte einen Eckball Unter gütiger Mithilfe des Wiener Torhüters zum 1:1 in die Maschen. Beide Seiten hatten noch die Möglichkeit, den Sieg in der regulären Spielzeit perfekt zu machen. Bis sich in der 60. Minute die Ereignisse überschlugen.

Für den Bundesliga-Start gerüstet

„Die Jungs haben ein prima Turnier gespielt. Wichtig ist jetzt der Samstag“, richtete Benjamin Hoffmann den Blick schon auf den Bundesliga-Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf. Tatsächlich scheint das Team bestens vorbereitet in die Saison zu gehen. Bis zum Wochenende sollten sich die lichten Reihen wieder aufgefüllt haben. Luca Unbehaun kehrt von den Profis zurück, die angeschlagenen oder erkrankten Patrick Osterhage, Robin Kehr und Nico Lübke werden schon Montag zum Training erwartet.

BVB: Hawryluk – Terzi (31. von Cysewski), Sechelmann, Schell, Rausch (31. Mißner) – Pherai (55. Bakir), Raschl – Baxmann, Ibrahim (38. Aydinel), Örs (40. Matthews) - Wengerowski (38. Khadra),

(wiwi)