Im ersten Heimspiel nach dem 4:1-Triumph beim Derby auf Schalke erwartet der BVB Samstag (15. September) um 11 Uhr RW Oberhausen im NLZ Brackel. Damit beginnt für die Jungs von Trainer Benjamin Hoffmann die zweite „Englische Woche“ der Saison: Dienstag starten sie mit dem Gastspiel beim FC Brügge in die UEFA Youth League, am kommenden Sonntag geht es zum SC Paderborn.

Die Ausgangsposition

Nach vier Spieltagen ist Borussias Weste noch blütenweiß. 12 Punkte und 14:3 Tore stehen auf dem Konto der Schwarzgelben. Ebenfalls makellos die Bilanz des VfL Bochum und 1. FC Köln, die sich Samstag zum direkten Duell in Köln treffen. „Diese Konstellation wollen wir für uns nutzen“, sagt Benjamin Hoffmann.

Die Lage beim BVB

„Die Jungs sind frisch und gut drauf“, freut sich Benjamin Hoffmann. Tobias Raschl feierte beim 2:1-Sieg gegen die Slowakei sein Debüt in der deutschen U19-Nationalmannschaft, Immanuel Pherai war für die Niederlande erfolgreich im Einsatz. Beide sind gesund zurück und stehen gegen RWO in der Anfangsformation. Paul Besong hat mittlerweile das Mannschaftstraining aufgenommen, dürfte aber an diesem Wochenende noch keine Option sein. Hoffmann beklagt allein den wohl doch längeren Ausfall seines Kapitäns Patrick Osterhage, der sich in der kommenden Woche einer weiteren Untersuchung unterziehen muss.

Den ersten Auftritt in der Youth League hat der Trainer zwar bereits im Hinterkopf, „aber für die Jungs spielt er noch keine Rolle“, versichert Hoffmann. Alle sind auf das Duell mit Oberhausen fokussiert, um keine unliebsame Überraschung zu erleben.

Der Gegner

Auch die Bilanz sieht Borussia in der Favoritenrolle: Von den bisher 12 Vergleichen entschied der BVB acht für sich, drei Spiele endeten Unentschieden. Die aktuelle Form spricht eindeutig für die Schwarzgelben. Oberhausen verlor alle drei bisher ausgetragenen Bundesligaspiele und erzielte noch kein Tor. Allerdings sollte man RWO-Trainer Dimitrios Pappas nicht unterschätzen. Der ist bekannt für taktische Kniffe und temperamentvolles Coaching an der Linie. Im vergangenen Jahr hat er die Borussen im Hinspiel trotz der 1:4-Niederlage mächtig in die Bredouille gestürzt. Der BVB benötigte damals für seine Tore vier Standardsituationen.

Das sagt der Trainer

Benjamin Hoffmann: „Wir erwarten einen defensiv eingestellten Gegner, der die Räume eng machen, das Zentrum schließen will und versuchen wird, Nadelstiche in Form von schnellen Kontern zu setzen. Unsere Aufgabe ist es, das Tempo hochzuhalten, Geduld zu beweisen, unser Spiel durchzusetzen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen.“

Wilfried Wittke