Vorhang auf für die Saison 2018/19 in der UEFA Youth League: Borussias U19 startet Dienstag um16 Uhr im Van-de-Wiele-Stadion beim FC Brügge in die Junioren-Königsklasse. Durchaus mit Ambitionen, wie Benjamin Hoffmann bestätigt: „Wir nehmen diesen Wettbewerb an und ihn auch ernst.“

Auf der Prioritätenliste steht allerdings die Bundesliga ganz oben. Trotz des perfekten Starts mit fünf Siegen in fünf Spielen hat sich der BVB noch nicht von der Konkurrenz absetzen können. Bochum belegt mit der ebenfalls maximalen Ausbeute von 15 Punkten nur auf Grund der um drei Treffer schlechteren Tordifferenz Platz zwei, Köln folgt mit 12 Punkten auf Rang drei. In 14 Tagen trifft Borussia im Top-Spiel in Brackel auf den VfL.

„Dass wir bis Dezember in der Youth League sechs Spiele absolvieren müssen, ist sicherlich ein Nachteil gegenüber Bochum und Köln, die sich ganz auf die Meisterschaftsrunde konzentrieren können“, verweist Hoffmann auf die Zusatzbelastung. Um einen Tag mehr Vorbereitung auf die Partie am Sonntag beim SC Paderborn zu haben, fährt die BVB-Nachwuchs-Delegation direkt nach dem Abpfiff in Brügge per Bus zurück nach Dortmund.

Die Jungs weiter ausbilden“

Auf der anderen Seite hat auch die „Königsklasse“ ihren Reiz. Zumindest zwei der drei Gruppenspiele (gegen Monaco am 3. Oktober, 16 Uhr, und Atletico Madrid, 24. Oktober, 14 Uhr) werden live im Fernsehen (Sport1) gezeigt, für die Partie in Brügge sicherte sich ein belgischer Sender die Übertragungsrechte. „Der Fokus liegt darauf, die Jungs in der Youth League weiter auszubilden, ihnen in internationalen Vergleichen Spielzeit und die Möglichkeit zu geben, den nächsten Schritt zu machen“, bemerkt Hoffmann. So hat beispielsweise Amos Pieper in der vergangenen Saison den Weg ins Stammpersonal der U23 gefunden, auch Jadon Sancho und Jakob Bruun Larsen nutzten diese Chance, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Vor zwei Jahren erreichten die Borussen als Gruppenzweiter über die Play-off-Runde in Haifa das Achtelfinale. Endstation war dann der FC Barcelona, der in dieser Saison als Titelverteidiger an den Start geht. In der Saison 2017/18 schieden sie mit neun Punkten als Tabellendritter hinter Tottenham und Real Madrid nach der Gruppenphase aus. „Es sollte schon unser Ziel sein, in diesem Wettbewerb zu überwintern“, hatte Benjamin Hoffmann unmittelbar nach der Auslosung die Zielsetzung formuliert.

Alexander Isak nicht spielberechtigt

Über den Gegner FC Brügge weiß man im Dortmunder Lager so gut wie nichts. Selbst auf der UEFA Homepage sind als letzte Ergebnisse lediglich Resultate aus internationalen Vergleichen im Januar/Februar aufgeführt. Deshalb wird der BVB nicht groß taktieren, sondern versuchen, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und möglichst dominant aufzutreten.

Aus dem Kader der Profis erhält Hoffmann Verstärkung durch Sergio Gomez, aus der U23 wurde Tim Sechelmann abgestellt. Geplant war auch der Einsatz von Alexander Isak. Nachdem UEFA und DFB zunächst grünes Licht gegeben hatten, kam kurz vor dem Abflug nach Belgien der Rückzieher. Weil der Schwede als 99-er Jahrgang noch nicht zwei Jahre im Verein ist, wurde ihm die Spielberechtigung wieder entzogen. Gleiches würde auch für Dan-Axel Zagadou gelten. Der gerade 19 Jahre alt gewordene Sergio Gomez kann dagegen eingesetzt werden.

Wilfried Wittke