Hinten stand endlich wieder die Null – vorne leider auch. 0:0 hieß es am Ende zwischen dem BVB und Bayer Leverkusen zum Auftakt der Frühjahrsrunde. Nicht Fisch, nicht Fleisch. „Aber es war ein Schritt in die richtige Richtung“, nahm Benjamin Hoffmann aber in erster Linie positive Erkenntnisse aus dieser Partie.

Die Mannschaft hat defensiv deutlich effektiver und leidenschaftlicher gearbeitet als in den Testspielen sowie in den letzten Bundesliga-Begegnungen in Duisburg und Düsseldorf. Sie ließ lediglich zwei gegnerische Möglichkeiten zu. Auf der anderen Seite drängte sie Leverkusen vor allem im zweiten Durchgang komplett in die eigene Hälfte zurück. Es fehlte vorne indes das Erfolgserlebnis.

„Chancen waren genügend da. Wir hätten einfach ein Tor machen müssen, dann wäre uns vieles leichter gefallen“, ärgerte sich Hoffmann über die Nachlässigkeiten im gegnerischen Strafraum. Vor allem Immanuel Pherai musste sich Vorwürfe gefallen lassen, weil er in der 53. Minute auf das Bayer-Tor zustrebte und selbst den Abschluss suchte, statt den Ball quer auf den deutlich besser postierten Emre Aydinel zu passen. „In dieser Situation war er einfach zu egoistisch. Das habe ich ihm auch deutlich zu verstehen gegeben“, echauffierte sich der ehrgeizige Trainer.

Mit Köln punktgleich an der Spitze

Sein Team benötigte nach der langen Pause einige Zeit, um seinen Rhythmus zu finden. Den Offensiv-Aktionen mangelte es zunächst an Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit. Zwar diktierte der BVB das Geschehen gegen die defensiv eingestellten Gäste, doch es fiel den Jungs schwer, Lösungen zu finden. Wenn sie sich erfolgreich in den Strafraum kombiniert oder gespielt hatten, fehlten Entschlossenheit und Konzentration, um sich für eine engagierte Leistung mit einem „Dreier“ zu belohnen.

Borussia behauptete trotz des Unentschiedens die Tabellenführung, muss sie sich aber mit dem punktgleichen 1. FC Köln teilen, der das Duellder Verfolger gegen Schalke 04 mit 3:2 für sich entschied. Die Gelsenkirchener, nächster Heimgegner am Sonntag, 17. Februar (11 Uhr), belegen mit zwei Punkten Rückstand den dritten Platz. „Es bleibt eng. Wir müssen nur auf uns selbst schauen und unsere Hausaufgaben machen“, kommentiert Hoffmann die Situation an der Spitze. Einen Ausrutscher am nächsten Sonntag in Münster sollten sich die Jungs nicht erlauben, damit das Derby auch ein richtiges Spitzenspiel wird.

BVB: Unbehaun – von Cysewski, Ferjani, Schell, Mißner – Osterhage, Raschl, Pherai (69. Ibrahim) – Khadra, Bakir (55. Kehr) - Aydinel.

(wiwi)