Es ist das Spiel der Spiele an diesem Wochenende in der A-Junioren Bundesliga: Der 1. FC Köln erwartet Samstag um 11 Uhr im Franz-Kremer-Stadion den BV Borussia Dortmund. Der Tabellenerste gegen den Zweiten. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Aber Benjamin Hoffmann erwartet in diesem Duell noch keine Vorentscheidung im spannenden Kampf um die Qualifikation zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

„Egal, wie es ausgeht: Auch Schalke wäre mit einem Heimsieg gegen Münster wieder im Rennen, möglicherweise auch der VfL Bochum. Bis zum letzten Spieltag wird alles offen sein“, hat Hoffmann die Nachbarn aus Gelsenkirchen und Bochum noch nicht abgeschrieben. Der Westmeister und der Tabellenzweite qualifizieren sich für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft-

Die U17 hat am vergangenen Wochenende vorgemacht, wie man ein Top-Spiel in Köln gewinnt. „Ich hoffe, dass wir nachziehen“, lächelt Hoffmann, wohl wissend, dass beide Partien nicht zu vergleichen sind. Der 1. FC Köln hat im Kalenderjahr 2019 noch kein Spiel verloren und seine letzte Niederlage Anfang Dezember bei Preußen Münster kassiert (0:3). Der BVB hat die aus seiner Abschluss-Schwäche resultierende Ergebniskrise offenbar überwunden und sich mit einem 5:0-Sieg gegen den SV Rödinghausen auf den Bundesliga-Hit eingestimmt.

Fast identische Spielanlage

„Beide Mannschaften sind in der Spielanlage fast identisch. Wir sind ein Spiegelbild der Kölner – und umgekehrt“, beschreibt Hoffmann Stil und Herangehensweise der Kontrahenten. Beide stehen für technisch sauberes Spiel, verfügen über taktisch bestens geschulte wie schnelle Spieler, die raumübergreifende Dribblings beherrschen und Jungs, die wissen, wo das Tor steht. Auf BVB-Seite Emre Aydinel, der mit 17 Treffern die Torschützenliste der Bundesliga West anführt, bei den Kölnern Darko Churlinov, der bisher 16 Treffer erzielte, und Sebastian Müller, der mit elf Toren auch noch im Vorderfeld platziert ist.

„Entscheidend wird sein, welcher Mannschaft gelingt, Fehler des Gegners zu provozieren und auszunutzen. Es kommt auf Nuancen und Kleinigkeiten an“, vermutet Hoffmann. Im Hinspiel kassierte der BVB gegen Köln seine erste Bundesliga-Saison-Niederlage durch ein Elfmeter-Tor. Und in Köln haben die Borussen in der Vergangenheit nicht immer gut ausgesehen. In der (ausgeglichenen) Bilanz stehen sieben Siege, sieben Niederlagen und ein Unentschieden zu Buche.

Benjamin Hoffmann bangt noch um den Einsatz von Patrick Osterhage. Der Kapitän war von den Nationalmannschafts-Einsätzen mit einer Leistenverletzung zurückgekehrt. „Ich hoffe auf schnelle Genesung, denn auf dem Platz hilft er uns mehr als außerhalb“, so der Trainer, der bereits gestern am späten Nachmittag mit seinem Team in Richtung Köln gefahren ist. Tobias Raschl, Paul Besong, Malte Wengerowski und Ramzi Ferjani, die im Pokalspiel gegen Rödinghausen ihr Comeback gefeiert haben, stehen einsatzbereit zur Verfügung.

Das Restprogramm der Kandidaten

Köln (48 Punkte): BVB (Heimspiel) Alemannia Aachen (Auswärtsspiel), MSV Duisburg (H), Fortuna Düsseldorf (A), Bayer Leverkusen (H).

Borussia Dortmund (47): 1. FC Köln (A), Borussia Mönchengladbach (H), RW Essen (H), Alemannia Aachen (A), MSV Duisburg (H).

Schalke 04 (43): Münster (H), RW Essen (A),RW Oberhausen (A), Paderborn (H), VfL Bochum (A).

VfL Bochum (40): MSV Duisburg (H), Düsseldorf (A), Leverkusen (H), Münster (A), Schalke 04 (H).

Wilfried Wittke