Jedes der letzten vier Bundesliga-Spiele – davon drei im Nachwuchs-Leistungszentrum Brackel – hat seine Tücken. Die höchste Hürde auf dem Weg in die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft indes türmt sich vor der U19 wohl an diesem Wochenende auf. Mit Borussia Mönchengladbach gastiert am Samstag (Anstoß 11 Uhr) eine der stärksten Rückrunden-Mannschaften an der Adi-Preißler-Allee.

„Wir brauchen nur auf uns zu schauen und haben alles selbst in der Hand“, beschreibt Benjamin Hoffmann die Ausgangsposition. Hinter dem 1. FC Köln (49 Punkte) belegt der BVB (48) Rang zwei vor Schalke 04 (46) und verfügt zudem über die deutlich bessere Tordifferenz (38/13) gegenüber den Gelsenkirchenern. „Ein Sieg gegen Gladbach wären Big Points“, sagt Hoffmann. Dann wären die Schwarzgelben das einzige Team aus dem Spitzenquartett, das sich gegen die Jung-Fohlen schadlos gehalten hätte. Denn das Hinspiel entschied der BVB dank einer erstklassigen Leistung mit 2:0 für sich. Die Tore erzielten Robin Kehr und Emre Aydinel.

Seitdem haben die Gladbacher gut gepunktet und in der Rückrunde lediglich gegen den 1. FC Köln (1:3) verloren. Mit zehn Toren holten sie 16 Zähler, einen mehr als der BVB. „Sie spielen in einer klaren Grundordnung, halten die Räume eng und haben individuell starke Jungs, die auch mal ein Spiel allein entscheiden können“, erklärt Benjamin Hoffmann die Herangehensweise des Rivalen vom Niederrhein. Ihre herausragenden Spieler sind Kaan Kurt, Jordi Bongard und Jan Olschowsky, die zum Kader der DFB-Auswahlmannschaft U18 gehören.

Ohne Osterhage – Unbehaun fraglich

Trotzdem versichert Hoffmann: „Wir gehen mit vollem Selbstvertrauen in die Partie.“ Das können sie auch nach dem 2:2 im Top-Spiel beim 1. FC Köln. Allerdings droht der Ausfall einiger Leistungsträger. So klagt Patrick Osterhage weiterhin über Leistenprobleme und wird wohl nicht zum Kader gehören. Marius von Cysewski hat sich im Training eine Zerrung zugezogen, und Luca Unbehaun macht eine Knieblessur zu schaffen. Dazu fehlt Paul Besong, dessen Vater gestorben ist.

Das sind keine idealen Voraussetzungen, aber entscheidend werden Einstellung und Mentalität sein. „Unser Weg ist noch nicht zu Ende“, betont Benjamin Hoffmann. Sollte er erneut in die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft führen, würde sich der BVB im Halbfinale mit dem zweiten West-Vertreter duellieren. Der Tabellenzweite hätte im Rückspiel Heimrecht.

Der 1. FC Köln spielt Samstag bei Alemannia Aachen, Schalke 04 bei RW Essen.

(wiwi)