Im DFB-Pokal ist der BVB im Halbfinale nach Elfmeterschießen gegen Leipzig ausgeschieden, im Westfalenpokal scheiterten die Jungs von Benjamin Hoffmann im Halbfinale in der Verlängerung. 4:2 hieß es am Ende für den VfL Bochum – und nicht einmal die Gastgeber wussten später, wie sie diese Partie gewinnen konnten.

Denn die Schwarzgelben gestalteten das kleine Derby hoch überlegen und hätten in der regulären Spielzeit den Einzug ins Endspiel perfekt machen müssen. Doch zum einen vergaben sie eine Reihe bester Chancen, zum anderen kassierten sie wieder unglückliche wie unnötige Gegentreffer. Es hakt derzeit an allen Ecken und Enden.

Mit dem 1:0 belohnte Alaa Bakir sein Team für eine dominant geführte Anfangsphase (24. Minute), in der die Bochumer tief in die eigene Hälfte zurückgedrängt worden waren. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel der 1:1-Ausgleich. Furkan Sagman bedankte sich für ein Freistoßgeschenk von Schiedsrichter Christian Liedtke mit einem fulminanten Schuss in den Winkel – unhaltbar für Luc Hawryluk, der auch in den restlichen Saisonspielen Luca Unbehaun ersetzen wird. Borussias Junioren-Nationaltorhüter muss sich einer Knie-Operation unterziehen und fällt einige Wochen aus.

Gegen Essen muss ein Erfolgserlebnis her

Nach dem Wechsel übernahm der BVB erneut entschlossen das Kommando. Folgerichtig erzielte Enrique Pena Zauner die 2:1-Führung (54.). „Danach haben wir es versäumt, das dritte Tor zu erzielen“, haderte Benjamin Hoffmann mit der Chancenverwertung. Robin Kehr traf die Latte, Ramzi Ferjani, Tobias Raschl oder Julius Schell versiebten die besten Möglichkeiten – und das sollte sich rächen. Eine Hereingabe von der linken Seite verwertete der eingewechselte Darius Stawski zum 2:2. „Sehr ärgerlich, weil wir die Flanke hätten unterbinden müssen und im Abwehrzentrum nicht gut verteidigt haben“, mäkelte Hoffmann.

So ging es in die Verlängerung, die Bochum mit einem Sonntagsschuss durch Limani zum 3:2 eröffnete. Obwohl Borussia Dauerdruck auf die VfL-Abwehr ausübte, fiel der Ausgleich nicht mehr. Einen der wenigen Konter veredelte Bochum kurz vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 4:2. „Ich weiß nicht, wie wir dieses Spiel aus der Hand geben konnten“, rätselte Hoffmann nach dem Abpfiff.

Bis Dienstag haben die Jungs nun trainingsfrei. Dann beginnt die Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel gegen RW Essen am Sonntag, 28. April (Anstoß 11 Uhr NLZ Brackel). „Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis“, sagt Benjamin Hoffmann. Nach Möglichkeit gegen RWE, um dann mit neuem Schwung die beiden letzten Aufgaben in Aachen und gegen Duisburg anzugehen.

BVB: Hawryluk – Terzi, Ferjani, Schell, Göckan – Raschl, Pherai – Pena Zauner, Bakir, Kehr (83. Wengerowski) – Aydinel

(wiwi)