Es ist das Top-Spiel und schon in der zweiten Bundesliga-Runde das Duell Erster gegen Zweiter: Borussia erwartet Samstag - als „Vorspiel“ der Profis gegen den FC Augsburg – um 11 Uhr im NLZ Brackel den 1. FC Köln. Die Schwarzgelben starteten mit einem 9:2-Sieg beim Wuppertaler SV in die Saison, die „Geißböcke“ mit einem ebenso fulminanten 5:0 gegen Preußen Münster.

„Das ist schon eine hohe Hausnummer“, sagt Michael Skibbe und versichert: „Wir freuen uns darauf, ich erwarte ein tolles Spiel.“ Der West-Evergreen wird nach dem lockeren Aufgalopp für beide Mannschaften zu einer echten Standortbestimmung - und für den BVB zu einer kleinen Meisterschafts-Revanche. Skibbe bestätigt: „Unseren ehemaligen U17-Spielern bietet sich die Möglichkeit, es besser zu machen als im Finale um die Deutsche Meisterschaft.“

Aus dem Kader, der gegen Borussia im Endspiel überraschend mit 3:2 gewonnen hatte, stehen mindestens fünf Jungs in der Anfangsformation, die FC-Trainer Stefan Ruthenbeck auch Samstag in Brackel aufbieten wird: Torhüter Daniel Adamczyk, Doppel-Torschütze Jacob Jansen, Meiko Sponsel, der den Treffer zum 3:2 erzielte, Sebastian Papalia sowie die aktuellen Junioren-Nationalspieler Jan Thielmann und Marvin Obuz. Die Elf wird aufgefüllt von U19-Stammspielern aus der vergangenen Saison, wie etwa dem 2018 mit der Fritz-Walter-Plakette in Gold ausgezeichneten Noah Katterbach oder Angreifer Sebastian Müller, Doppel-Torschütze gegen Münster.  

Die Jung-Jahrgänge im Wartestand

Beim BVB wird neben Torhüter Leon Klußmann vermutlich zunächst allein Youssoufa Moukoko die im letzten Jahr so erfolgreiche U17 repräsentieren. Lloyd Kuffour, Ansgar Knauff, Rilind Hetemi, Maik Amedick und Tim Böhmer üben im Training mächtig Druck auf die Spieler des Alt-Jahrgangs aus, sie müssen sich aber in Geduld üben. „Es wird keine großen Wechsel geben“, kündigt Michael Skibbe an, jener Mannschaft zu vertrauen, die in Wuppertal gleich ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hat.

Neben Youssoufan Moukoko hatte im Stadion am Zoo auch Gio Reyna einen ganz starken Eindruck hinterlassen. „Er kann seine Mitspieler sehr gut einsetzen und beschleunigt mit dem Ball fantastisch“, lobt Michael Skibbe den 16-jährigen US-Boy, den er auf der offensiven linken Außenbahn einsetzte. Dafür war Alaa Bakir in die „Zehner“-Position gerückt. Ihm merkte man noch den nach seiner zweieinhalbmonatigen Verletzungspause verständlichen Rückstand an. „Ich bin da ganz entspannt, Alaa wird sich seine Fitness schon holen“ schenkt Skibbe weiterhin Bakir das Vertrauen. Man darf sicher sein, dass der Offensiv-Spezialist es zurückzahlen wird.

Der Cheftrainer setzte ansonsten Trainings-Schwerpunkte in der Defensivarbeit. „Wir müssen als Mannschaft besser und geschlossener verteidigen“, fordert er. In Wuppertal führten Konzentrationsschwächen und Schludrigkeiten zu zwei Gegentreffern. Gegen den 1. FC Köln heißt es, von Beginn an hellwach zu sein und der bärenstarken FC-Offensivabteilung ein intelligentes wie effektives Abwehrverhalten entgegenzusetzen.

Die voraussichtliche Aufstellung: Klußmann – Terzi, Ferjani, Schell, Göckan – Schlüsselburg, Pherai – Khadra, Bakir, Reyna – Moukoko.

Wilfried Wittke