Das erste Top-Spiel des Jahres 2020 haben sie mit dem 2:0-Sieg beim 1. FC Köln erfolgreich absolviert, das zweite steigt am Samstag (11 Uhr) im Nachwuchs-Leistungszentrum Brackel gegen Borussia Mönchengladbach. „Wir haben etwas gutzumachen“, nimmt Michael Skibbe seine Jungs in die Pflicht und erinnert sie an die (verdiente) 1:2-Niederlage im Hinspiel.

Die Jung-Fohlen belegen hinter dem Spitzentrio 1. FC Köln, Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf (alle 33 Punkte) mit nur einem Zähler Rückstand Rang vier. „Mönchengladbach befindet sich auf unserem Niveau“, urteilt Skibbe über den Gegner und ergänzt: „Eine körperlich robuste Mannschaft mit schnellen Stürmern“. Der ehemalige BVB-Trainer Sascha Eickel hat in der Tat ein Team geformt, das zum Besten zählt, was die Bundesliga West in dieser Saison zu bieten hat.

In der Abwehr stehen neben Kapitän und Nationalspieler Jordi Bongard Kollegen mit Gardemaß, und Stürmer Famana Quizera trainiert bereits regelmäßig mit den Profis. Der Portugiese, der 2018 von Benfica Lissabon nach Mönchengladbach kam, hatte sich im September einer Schulter-Operation unterziehen müssen und am vergangenen Wochenende beim 1:0-Sieg gegen Preußen Münster sein Comeback in der U19 gegeben. Prunkstück aber ist der Defensivbereich. Mönchengladbach kassierte erst 13 Gegentore.

Eickel freut sich auf „bekannte Gesichter“

Sascha Eickel trainierte zwischen 2010 und 2013 die U17 und die U19 des BVB, er ging danach zu Eintracht Braunschweig und wechselte im Sommer 2019 an den Niederrhein. „Ich freue mich auf einige bekannte Gesichter“, sagt Eickel, der vom Gegner eine hohe Meinung hat: „Der BVB ist mittlerweile da angekommen, wo man die Mannschaft erwartet hat. Wir müssen uns auf eine überdurchschnittliche Offensive einstellen.“

Die Stimmung bei den Schwarzgelben könnte nach dem Triumph von Köln nicht besser sein. „Wir haben das Tor zur Meisterschaft wieder aufgestoßen“, strahlt Michael Skibbe. Und das ohne Giovanni Reyna, der sich bei den Profis festgespielt hat und der U19 gegen Mönchengladbach erneut nicht zur Verfügung stehen wird. „Dass Gio seine Sache oben so gut macht, ist wunderbar. Die ganze Mannschaft ist begeistert. Wir alle fiebern mit ihm mit und wünschen ihm nur das Beste“, versichert der Cheftrainer.

Immanuel Pherai kehrt in den Kader zurück

In Köln stand hinten endlich einmal die Null, weil der Defensivbereich, abgesehen von wenigen Ausnahmen, einfach, konzentriert und kompromisslos seine Aufgaben erledigt hat. Skibbe hatte den Trainings-Schwerpunkt in der Vorbereitungszeit auf die Abwehrarbeit gelegt, nachdem der BVB in der ersten Saisonhälfte unfassbare 23 Gegentreffer hinnehmen musste. „Es können nicht alle Spielmacher sein,“ hatte er seine Jungs angehalten, kompliziertes Pass-Spiel zu unterlassen und die Risiken zu minimieren. Offenbar predigte er nicht tauben Ohren. „Gegen Mönchengladbach müssen wir ähnlich engagiert verteidigen“, fordert Skibbe.

Es fehlen die verletzten Malte Wengerowski und Lloyd Kuffour, Hoffnung besteht auf den Einsatz von Immanuel Pherai, der wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und spätestens im Play-off-Spiel der UEFA Youth League am kommenden Dienstag in die Start-Formation zurückkehren wird.

Die voraussichtliche Aufstellung: Unbehaun – Terzi, Ferjani, Thaqi, Göckan – Amedick, Schulenburg (Pherai) – Knauff, Bakir, Rauch -Moukoko.

Wilfried Wittke