So hatte sich Mike Tullberg den Start in die Pflichtspiel-Saison vorgestellt: Im DFB-Pokal ein 4:1 gegen Viktoria Berlin, in der Bundesliga ein 3:0 bei RW Oberhausen und zuletzt in der UEFA Youth League ein 3:2-Erfolg bei Besiktas Istanbul. Drei Spiele, drei Siege – gegen eine Fortsetzung dieser Serie hätte niemand etwas einzuwenden. Schon an diesem Sonntag (19. September) geht es in der Bundesliga weiter gegen den SC Paderborn (11 Uhr, NLZ Brackel)

Als einzige der vier deutschen Mannschaften in Europas Junioren-Königsklasse hat der BVB seine Auftakt-Partie gewonnen. Wolfsburg (0:2 in Lille), der FC Bayern (0:2 in Barcelona) und RB Leipzig (1:5 bei Manchester City) blieben ohne Punkt. „Es war für uns alles andere als einfach, auch wegen der schwierigen Rahmenbedingungen. Und dieses Spiel hat viel Kraft gekostet“, hebt Mike Tullberg noch einmal die Willensleistung der Dortmunder Jungs in Istanbul hervor. Das Thema Youth League ist abgehakt und nun bis zum 28. September, dem Gastspiel in Sporting Lissabon im NLZ Brackel, tabu.

Die Aufmerksamkeit gehört bis dahin der Bundesliga, den Spielen gegen den SC Paderborn und bei Fortuna Köln (Samstag, 25. September, 11 Uhr). Mit dem 3:0 in Oberhausen hatten die Schwarzgelben ihre Pflicht erfüllt und sich die ersten drei Punkte auf ihrem Konto gutschreiben lassen. „RWO war ein unangenehmer Gegner“, sagt Tullberg. Jetzt erwartet der BVB einen Gast, der sich taktisch ähnlich wie Oberhausen verhalten wird, also auf Kompaktheit in der Defensive setzt und auf Dortmunder Ballverluste mit schnellem Umschaltspiel zu antworten hofft. Paderborn hatte zum Bundesliga-Auftakt gegen den Wuppertaler SV 1:1 gespielt.

Tullberg: Großer Respekt vor dem Gegner

„Das ist eine strukturierte Mannschaft mit einem klaren Plan“, urteilt Mike Tullberg über die Ostwestfalen, die im NRW-Liga-Pokal durchaus respektable Ergebnisse erzielt haben und den Borussen durchaus gefährlich werden können. „Wir dürfen ihnen keine Räume überlassen und sollten versuchen, unsere Qualitäten auf den Platz zu bekommen“, betont Tullberg.

Gegenüber Istanbul kündigt er die eine oder andere personelle Umstellung an: „Wir müssen sehen, welche Jungs nach dem Kraftakt von Istanbul noch Frische mitbringen. Unser Kader ist in der Breite so gut besetzt, dass wir gute Lösungen finden werden.“ Kamara und Thaqi, die „Aushilfen“ von der U23, stehen nicht zur Verfügung. Vasco Walz, der seine Sache in Istanbul als Einwechselspieler gut gemacht hat, besetzt eine Position im defensiven Mittelfeld, Colin Kleine-Bekel rückt wieder in die Innenverteidigung, und vermutlich stürmt Julian Rijkhoff, der Siegtorschütze von Istanbul, von Beginn an.

(wiwi)