Nach vierwöchiger Pause geht es am Wochenende wieder um Bundesliga-Punkte: Der BVB erwartet Sonntag (11 Uhr) im Nachwuchs-Leistungszentrum in Brackel Fortuna Düsseldorf. „Wir sind bereit, wissen aber auch, dass es ein hartes Stück Arbeit wird“, versichert Mike Tullberg.

Das unglückliche 2:3 von Lissabon haben sie noch während der Rückreise aufgearbeitet, und Tullberg verrät: „Ich bin immer noch ein bisschen enttäuscht.“ Über das Ergebnis, aber auch über das Abwehrverhalten seines Teams. Er erläutert: „Wir haben Sporting drei Geschenke gemacht und es nicht verstanden, uns körperlich zu wehren, mal ein Foul zu ziehen und einen Freistoß zu riskieren. Wir waren einfach zu nett.“

Aus seiner Sicht habe sich der BVB in beiden Spielen ein „deutliches Chancenplus“ erarbeitet. Überaus ärgerlich sei zudem die „klare Fehlentscheidung“ gewesen, den 2:1-Führungstreffer durch Bradley Fink kurz vor der Pause wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Flankengeber Tom Rothe abzupfeifen. „Das war ja nicht einmal gleiche Höhe. Aber das Thema ist durch. Wir haben kein schlechtes Spiel abgeliefert und es nach wie vor in unserer Hand, ob wir 2022 noch in der Youth League spielen.“ Die Entscheidung darüber fällt am Dienstag, 7. Dezember, ab 14 Uhr im Nachwuchs-Leistungszentrum gegen Besiktas.

Jetzt heißt es, Europas „Königsklasse“ erst einmal abzuhaken und sich voll und ganz auf Fortuna Düsseldorf einzulassen. „Gegen vermeintlich schwächere Gegner tut sich Fortuna schwer, gegen die Top-Teams zeigt die Mannschaft starke Leistungen“, sagt Tullberg. Die Düsseldorfer, die im DFB-Pokal im Viertelfinale stehen, rangieren mit sechs Punkten aus sechs Spielen auf Rang 13. Borussia führt die Tabelle mit 19 Punkten aus sieben Spielen vor Leverkusen (15) und Schalke 04 (14) an. Das einzige Unentschieden leistete sich das Team beim 1:1 gegen Duisburg. „Fortuna ist ähnlich stark einzuschätzen wie der MSV und äußerst unangenehm zu bespielen“, so Tullberg.

Bamba fällt mit Muskelfaserriss aus

Für den Rest des Kalenderjahres muss er auf Samuel Bamba verzichten, der sich in Lissabon ohne Fremdeinwirkung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Dafür steht Jamie Bynoe-Gittens vor seinem Saisondebüt in der Bundesliga. Der Engländer verleiht, obwohl noch lange nicht bei 100 Prozent, Borussias Offensivspiel Unberechenbarkeit und ein Mehr an Klasse.

So oder so ist am vorletzten Spieltag vor der Winterpause eine Willensleistung gefragt, um die hervorragende Ausgangsposition zu verteidigen. 

(wiwi)