Sie sind Westdeutscher Meister, haben den NRW-Liga-Pokal gewonnen, stehen im Endspiel des DFB-Pokals, spielen ab der nächsten Woche um die Deutsche Meisterschaft – und haben sich ganz nebenbei auch noch mit einem 3:0-Erfolg beim SV Rödinghausen für das Finale im Westfalenpokal qualifiziert. „Das alles ist keine Selbstverständlichkeit. Es macht einfach Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten“, zog Mike Tullberg nach dem Abpfiff symbolisch den Hut vor seinem Team.

Mit Lion Semic, Bradley Fink, Tom Rothe, Jamie Bynoe-Gittens, Dennis Lütke-Frie, Samuel Bamba, Göktan Gürpüz und Colin Kleine-Bekel fehlten acht Stammspieler, aber diese in Rödinghausen völlig neu formierte Mannschaft ließ sich weder von einem äußerst unangenehmen Gegner noch von der Kulisse (über 1 000 Zuschauer) oder den schwierigen Platzverhältnissen aus der Bahn werfen. „Sie haben alles gegeben, das Spiel kontrolliert, diese nicht einfache Aufgabe gegen eine erwachsen spielende Mannschaft sehr konzentriert gelöst und dazu noch drei toll herausgespielte Tore geschossen“, bilanzierte Mike Tullberg überaus zufrieden.

Die Gastgeber, die das Duell mit dem prominenten Gegner zum „Spiel des Jahres“ erklärt hatten, versuchten ihr Glück mit einer Fünferkette, Zweikampf-Robustheit und aufopferungsvoller Laufarbeit, schafften es aber nie, die Borussen in Verlegenheit zu stürzen. Julian Rijkhoff gelang in der 25. und 27. Minute ein Doppelschlag, Michel Ludwig ließ kurz nach Wiederbeginn das 3:0 folgen, und diese Führung brachten die Jungs locker ins Ziel.

Samstag letztes Heimspiel gegen RW Essen

Samstag (Anstoß 13 Uhr) erwarten die Schwarzgelben zum letzten Bundesliga-Spiel im Nachwuchs-Leistungszentrum mit RW Essen einen Gegner, der in dieser Saison zu den Überraschungs-Mannschaften gehörte. „Unser Ziel ist es, unbesiegt zu bleiben und dann mit einem guten Gefühl in die Spiele zur Deutschen Meisterschaft zu gehen“, sagt Mike Tullberg.

Samstag wird dann auch der Gegner in den beiden Halbfinalspielen feststehen. Der FC Schalke 04, der sich mit einem 3:0-Erfolg bei Arminia Bielefeld für das Westfalenpokal-Finale qualifiziert hat, belegt aktuell den zweiten Platz und kann von Leverkusen nur überholt werden, wenn Bayer Samstag gegen den SC Paderborn gewinnt.

BVB: Kirsch – Blank, Collins (46. Cisse), Husseck – Walz, Ludwig (69. Schiano)– Nwachukwu, El-Zein (56. Lenninghaus), Dühring – Mengot, Rijkhoff (46. Mrosek).

(wiwi)