Die Pflicht erfüllt und die Bundesliga-Saison ohne Niederlage beendet: Mike Tullbergs Jungs können das Kapitel Punktspielrunde nach dem 1:0-Erfolg im letzten Spiel gegen Rot-Weiss Essen mit einem sehr guten Gefühl abhaken. Sie haben die Staffel West deutlich dominiert und mit einem Vorsprung von 11 Punkten auf den Zweiten, den FC Schalke 04, abgeschlossen. Am Samstag, 7. Mai, und Sonntag, 15. Mai, kommt es im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft wieder einmal zu zwei Duellen mit dem FC Schalke 04.

Die Jungs aus der Knappenschmiede haben selbst nicht mehr an diesen überraschenden Abschluss geglaubt. Leverkusen hätte in den beiden letzten Spielen gegen RW Oberhausen und den SC Paderborn ein Sieg gereicht, um sich die Vize-Meisterschaft zu sichern. Nach dem 1:3 in Oberhausen schienen sie gegen Paderborn nach einem frühen Tor die richtige Richtung eingeschlagen zu haben, doch nach einem 1:2-Rückstand im zweiten Durchgang reichte es nur noch zum Ausgleich kurz vor dem Abpfiff. Damit reichte es hur zum dritten Platz hinter Schalke.

Die Jungs von Mike Tullberg hatten das Bundesligaspiel mit 4:0 gewonnen und im Finale des NRW-Liga-Pokals gegen Schalke mit 2:0 triumphiert. Doch in diesen beiden Spielen werden die Karten neu gemischt. Im zweiten Halbfinale stehen sich Hertha BSC und der FC Augsburg gegenüber. Das Endspiel steigt am Sonntag, 29. Mai.

Gegen RW Essen experimentierte Mike Tullberg taktisch und personell. Borussia begann mit einer Dreierkette (Nnamdi Collins, Jonah Husseck, Henry Blank), auf der rechten Seite sollte Lion Semic die Schwungräder drehen, links Bekir El-Zein. Aus der U17 rückte Rafael Lubach in die Start-Elf, er bildete gemeinsam mit Farouk Cisse, Göktan Gürpüz und Michel Ludwig den flexibel agierenden zentralen Bereich.

Semic und Rijkhoff trafen den Pfosten

Die Gäste begannen couragiert, der BVB indes gewann zusehends Kontrolle über Ball und Gegner. Julian Rijkhoff und Co. ließen reichlich Chancen liegen, die bis dahin größte in der 21- Minute, als Rijkhoff zunächst an Torhüter Dorian Drucks scheiterte und Lion Semic den Abpraller an den Pfosten setzte. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachen die Schwarzgelben den Bann. Göktan Gürpüz zirkelte einen Eckball in den Strafraum, Nnamdi Collins war zur Stelle und krönte seine bis dahin sehr konzentrierte Leistung mit einem Kopfballtreffer zur 1:0-Führung.

Auch im zweiten Durchgang gab der BVB den Ton an. Innerhalb von zwei Minuten eröffneten sich den Schwarzgelben mehrere klare Möglichkeiten. Doch der Ball wollte nicht über die Linie, Julian Rijkhoff traf noch den Pfosten. Später, nach weiteren Wechseln, klang das Spiel, in dem es für beide Mannschaften nur ums Prestige ging, mehr oder weniger temperamentvoll aus. Für dem BVB war es ein guter Aufgalopp vor den nun anstehenden entscheidenden Wochen in der Deutschen Meisterschaft und im DFB-Pokal.

BVB: Ostrzinski – Collins (61. Mane), Husseck, Blank – Semic (71. Nwachkukwu), Lubach, Cisse (61. Walz), Ludwig, Gürpüz - El-Zein, Rijkhoff (61. Mengot).

(wiwi)