Die Bundesliga-Saison ist abgehakt. „Jetzt stellen wir alles auf null“, erklärt Mike Tullberg, der aber noch ein großes Lob für seinen Spieler-Kader loswerden wollte: „Ich bin sehr stolz, dass wir ohne Niederlage durchgegangen sind.“

Das zählt nicht mehr, wenn am 7. und 15. Mai die Halbfinal-Spiele gegen den FC Schalke 04 angepfiffen werden, das erste am Samstag um 11 Uhr in Dortmund. „Wir freuen uns auf diese Duelle, die Chancen stehen 50:50“, sagt Tullberg. Dass Leverkusen auf den letzten Drücker die Qualifikation verpasst hat, zwingt ihn nicht zum Umdenken. „Ich hatte keinen Wunschgegner, wir werden uns ab sofort konzentriert und gewissenhaft auf Schalke 04 vorbereiten“, betont er. In der Meisterschaftsrunde feierte der BVB zwar einen 4:0-Sieg, doch die Jungs um Kapitän Dennis Lütke-Frie benötigten lange Zeit, um den Widerstand der Gäste zu brechen. Im Finale um den NRW-Liga-Pokal in Gelsenkirchen erzielte Julian Rijkhoff beide Tore zum ungefährdeten 2:0-Erfolg.

Die Revier-Rivalen duellierten sich auch in den Halbfinalspielen zur letzten Deutschen Meisterschaft 2019. Schalke hatte die Bundesliga als Tabellenerster mit 56 Zählern beendet, der BVB mit 55 Punkten Platz zwei belegt. Im Hinspiel, das in Oberhausen ausgetragen wurde, erreichten die Schwarzgelben durch Treffer von Tobias Raschl (heute SpVgg. Greuther Fürth) und Emre Aydinel (heute Spfr. Lotte) ein 2:2, das Rückspiel im Stadion Rote Erde entschieden sie mit 2:0 für sich (Tore: Tobias Raschl und Enrique Pena-Zauner, heute Eintracht Braunschweig).

Als Titelverteidiger in die Endrunde

Das Finale gewannen die damals von Benjamin Hoffmann betreuten Dortmunder Jungs in Großaspach gegen den VfB Stuttgart mit 5:3. Der BVB geht deshalb am Wochenende als Titelverteidiger in die Endrunde. Im zweiten Halbfinale treffen Freitag (16 Uhr) der FC Augsburg und Hertha BSC Berlin aufeinander. Das Endspiel findet am Sonntag, 29. Mai, statt. Gastgeber ist der Sieger des Halbfinals Hertha BSC/Augsburg. Alle Endrundenspiele werden live vom TV-Sender „sky“ übertragen, auch das Finale um den DFB-Vereinspokal am Freitag, 20. Mai, in Potsdam.

Völlig unklar gestaltet sich die personelle Situation vor den Spielen gegen Schalke. Bradley Fink wird wohl aus der U23 in den Kader zurückkehren, möglicherweise auch Abdoulaye Kamara, wenn er denn seine Verletzung auskuriert hat. Alle anderen Personalien liegen in der Schwebe und werden u. a. auch in Absprache mit der Leitung der Lizenzspieler-Mannschaft getroffen. (wiwi)