Dieses Spiel hat den Zuschauern auf der voll besetzten Tribüne im Nachwuchs-Leistungs-Zentrum Brackel Spaß gemacht. Borussias U19 zauberte prima Kombinationen auf den Rasen und besiegte Apoel Nikosia auch in dieser Höhe verdient mit 5:0,

Der BVB führt die Tabelle der Gruppe H mit nunmehr neun Punkten an. Weil Tottenham gegen Real Madrid 3:2 gewann, schoben sich die Engländer – Borussias nächster Gegner am 21. November (Anstoß 16 Uhr in Brackel) - mit 7 Punkten auf den zweiten Rang vor den „Königlichen“ aus der spanischen Hauptstadt (4). Mit einem Sieg gegen Tottenham würden sich die Schwarz-Gelben als Gruppensieger direkt für das Achtelfinale qualifizieren.

Nikosia war hoffnungslos unterlegen und hätte schon nach zwei Minuten in Rückstand geraten müssen. Yassin Ibrahim scheiterte indes freistehend am besten Mann der Zyprioten, Torhüter Antreas Paraskevas, der auch später mit tollen Paraden einen deutlich höheren Borussia-Sieg verhinderte. In der 8. Minute war allerdings auch Nikosias Schlussmann machtlos: Kapitän Jakob Bruun verwandelte aus 20 Metern einen platziert ins linke Eck geschossenen Freistoß. Der Däne geriet zum Dreh- und Angelpunkt des flüssigen Dortmunder Spiels und verstand sich blendend mit dem ebenfalls vor Spielfreude sprühenden Jadon Sancho, der in der 83. Minute mit dem Tor zum 5:0 den Schlusspunkt setzte.

Nur Wanner blieb in der Start-Elf

Und vorn erwischte U23-Leihgabe Anargyros Kampetsis einen „Sahnetag“. Der Angreifer erzielte die Treffer zwei, drei und vier (29., 35., 70.). Sehenswert vor allem das Tor zum 3:0, das Dominik Wanner nach einem schönen Spielzug mit einer prächtigen Flanke vorbereitet hatte. Wanner war übrigens der einzige Spieler, der aus der gegen Duisburg 2:0 erfolgreichen Elf in der Start-Formation stand. Er wurde zur Pause gegen Robin Kehr ausgewechselt. „Wir benötigen Samstag im Bundesligaspiel in Köln frische und ausgeruhte Spieler“, hatte Benjamin Hoffmann seine Total-Rotation bereits im Vorfeld angekündigt.

Doch nicht nur die beiden Jung-Profis und Kampetsis überzeugten. Auch die Spieler, die zuletzt wenig Einsatzzeiten hatten, wie Jan Stuhldreier, Yoel Yilma oder Jano Baxmann, rechtfertigten ihre Aufstellung mit einem engagierten Auftritt. „Das war eine rundum überzeugende Leistung“, freute sich Benjamin Hoffmann über Spielfreude und Engagement des kompletten Teams. Und über die taktische Disziplin. Die Mannschaft hielt sich konsequent an den Matchplan, verschaffte sich mit Vertikal- und Positionsspiel gegen die dicht gestaffelte Apoel-Defensive Räume und nutzte sie konsequent.

Sören Lippert sah Rote Karte

Benjamin Hoffmann begann mit einer Dreierkette in der Abwehr, er musste, nachdem Sören Lippert wegen zu harten Einsteigens gegen Koukos in der 35. Minute die Rote Karte gesehen hatte, auf Viererkette umstellen (Jano Baxmann rückte nach hinten), aber auch diese Neujustierung tat dem flotten Spiel keinen Abbruch. Der BVB erspielte sich eine Vielzahl klarer Chancen. Am Ende stand ein Torschuss-Verhältnis von 21:2.

BVB: Hupe – Stuhldreier, Pieper, Lippert – Baxmann (73. Schulte), Sancho, Yilma, Ibrahim (63. Missner) Larsen, Wanner (46. Kehr) – Kampetsis

Wilfried Wittke