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U19

Trainer

Michael Skibbe

21 Jahre nach seinem Abschied aus der BVB-Nachwuchsabteilung ist Michael Skibbe zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. „Und das sehr gerne“, versichert der Fußball-Lehrer. Er ergänzt: „Ich habe meinen Lebensmittelpunkt in Deutschland und hatte am Ende auch die Tingelei durch den Profi-Fußball satt.“ Dennoch: Die im April veröffentlichte Nachricht, dass Michael Skibbe zum 1. Juli 2019 das Amt des Cheftrainers im Nachwuchs-Leistungszentrum übernehmen und die U19 betreuen werde, war eine kleine Sensation.

Tatsächlich ist Michael Skibbe durch die Welt gekommen. Das damalige BVB-Präsidium beförderte ihn 1998 als Nachfolger des glücklosen Nevio Scala zum Trainer der Bundesliga-Mannschaft, dem damals jüngsten in dieser Spielklasse. Zeitgleich besetzte Michael Zorc den Manager-Stuhl. Skibbes Zusammenarbeit mit dem BVB endete im Januar 2000, sein Nachfolger wurde Bernd Krauss. Borussia rettete sich schließlich mit Mühe und Not sowie dem Trainergespann Lattek/Sammer vor dem Abstieg.

„Geburtshelfer“ der Junioren-Bundesligen

Skibbe wechselte danach zum DFB. Gemeinsam mit Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder erarbeitete er neue Konzepte für die Nachwuchsarbeit, er gehörte zu den „Geburtshelfern“ der Junioren-Bundesligen und der Nachwuchs-Leistungszentren. DFB-Teamchef Rudi Völler holte ihn als seine „rechte Hand“ zur Nationalmannschaft, mit der er 2002 die Vize-Weltmeisterschaft feiern durfte. Nach Völlers Rücktritt (2004) übernahm er das Training der Nationalmannschaft U20, die er noch zur Weltmeisterschaft in den Niederlanden begleitete.

Zur Saison 2005/2006 kehrte Skibbe als Trainer von Bayer Leverkusen in die Bundesliga zurück. Die nächsten Stationen hießen Galatasaray Istanbul (2008 – 2009), Eintracht Frankfurt (2009 – 2011), Eskesehirspor (2011), Hertha BSC Berlin 2012), Kardemir Karabükspor (2012), Grasshopper Zürich (2013 – 2015), Eskesehirspor (2015) und am Ende Griechenland (2015 – 2018).

Jetzt arbeitet er wieder mit Fußball-Talenten. „Ich habe nur positive Erinnerungen an die Zeit vor 22 oder 25 Jahren. Es ist ungemein reizvoll, an die damaligen Erfolge anzuknüpfen. Die Jungs sind wissbegierig und hochprofessionell. Es ist mein großes Ziel, so viele Spieler wie möglich in den Profibereich zu bringen“, erklärt Skibbe.

Die inhaltlichen Unterschiede, versichert er, seien gar nicht so groß, wohl aber die Rahmenbedingungen: „Als ich in den 90-er Jahren die U19 trainiert habe, war ich der einzige hauptamtliche Mitarbeiter im Team. Ich hatte einen Co-Trainer, einen Physiotherapeuten und einen Betreuer, die jedoch noch alle berufstätig waren. Heute ist nahezu das gesamte Team um das Team herum in Vollzeit beschäftigt. An beheizte Rasen- oder Kunstrasenplätze, an Krafträume, Computer-Analysen und Ähnliches war noch gar nicht zu denken.“

Auch deshalb hat er den Schritt zurück zu den Wurzeln noch in keiner Sekunde bereut. Trotz des unerwartet holprigen Saisonstarts der U19.

Wilfried Wittke

Co-Trainer: Daniel Rios - Torwarttrainer: Marco Knoop - Betreuer: Rüdiger Grabe

Trainerteam